klavierplus • Cronstetten-Konzerte

Markus Becker © Roland Schmidt

Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum!
 
nachdem wir 2015 in der Reihe klavierplus die Stile und Epochen der Kammermusik durchstreift haben, steht für 2016 eine künstlerisch hochinteressante Zeitspanne im Zentrum unserer Aufmerksamkeit: fünf Konzertnachmittage bringen Licht in das Halbdunkel zwischen Spätromantik und Moderne. Fauré, Mahler, Reger, Debussy, Schönberg, Berg und Webern sind einige der Namen, die zum großen musikalischen Farbenreichtum der Zeit zwischen 1880 und 1920 beigetragen haben – einer Zeit,  die zugleich von wehmütigem Abschied und experimentellem Aufbruch geprägt ist. Mahler und Reger, zwei Monumentalisten mit denkbar unterschiedlichem Hintergrund, bieten in ihren Klavierquartetten, die am 8. Mai zu hören sein werden, Vorahnung und Rückblick. Wie organisch sich eins aus dem anderen entwickelt hat, kann man verfolgen, wenn am 22. Mai Klarinette und Klavier Schumann, Debussy, Reger und Berg in Beziehung zueinander setzen.  Der Nachmittag am 29. Mai wird von der Tonart c-Moll bestimmt: Bei Haydn, Beethoven und Mendelssohn wird‘s dramatisch, Anton Webern zeigt, wie man sie ganz anders hören kann. Schönberg, der Brahms als „den Fortschrittlichen“ verehrte, wird am 5. Juni in Streichsextetten von beiden Komponisten in den Klaviertrioversion zu hören sein. Auch bei Beethoven ist der Aufbruch spürbar: Gemeinsam mit Gabriel Fauré sieht und hört er in die Zukunft, Cellosonaten sind das Experimentierfeld am 12. Juni.
Gemeinsam mit Ihnen freue ich mich auf wunderbare Gespräche in den Begegnungen um 16 Uhr – und auf fünf hochspannende 17-Uhr-Konzerte!
 
Markus Becker, künstlerischer Leiter
 
Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung (Förderer) in Kooperation mit der Frankfurter Bürgerstiftung (Projektleitung)