»Salon kontrovers«<br>Briefe – schreiben und lesen<br>Ingeborg Bachmann und Paul Celan, Briefe zwischen 1948 – 1967

»Salon kontrovers«
Briefe – schreiben und lesen
Ingeborg Bachmann und Paul Celan, Briefe zwischen 1948 – 1967
Am Mittwoch, 30. September 2015, 19.30 Uhr
Holzhausenschlösschen

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Gelesen von Birgitta Assheuer und Torben Kessler
Konzeption: Hanne Kulessa

Ingeborg Bachmann (1926-1973) und Paul Celan (1920- 1970) lernten sich 1948 in Wien kennen: eine 22-jährige Philosophiestudentin, ein 28-jähriger Dichter, der 1948 seinen ersten Gedichtband „Der Sand aus den Urnen“ veröffentlicht hatte. In diesem ersten Band war Celans berühmtes Gedicht „Die Todesfuge“ enthalten.
In dem 2008 im Suhrkamp Verlag veröffentlichten Briefwechsel „Herzzeit“ spiegelt sich nicht nur eine herz-zerreißende Liebesgeschichte, sondern vor allem auch die politische Atmosphäre einer die Vergangenheit so unterschiedlich aufarbeitenden Gesellschaft. Gleichzeitig erzählt er die Geschichte eines in Czernowitz (damals Rumänien, heute Ukraine) geborenen Juden, dessen Eltern in ein Lager deportiert und dort umgebracht wurden. Und die Briefe lassen teilhaben an der Entstehung von Gedichten, geschrieben von zwei der bedeutendsten Lyrikern der Nachkriegszeit.

Torben Kessler, geboren 1975, studierte Schauspiel, Gesang und Tanz an der Folkwang Hochschule Essen. Es folgten Engagements in Düsseldorf, Freiburg und Leipzig. Seit 2009 ist er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. Daneben war er in Fernsehserien wie Tatort, SOKO Leipzig und Polizeiruf 110 sowie im Kinofilm „Der Baader Meinhof Komplex“ zu sehen und ist in zahlreichen Hörspielen, sowie als Interpret von Hörbüchern zu erleben.

 

 

Birgitta Assheuer ist Sprecherin in Kultur- und Literatursendungen der Rundfunkanstalten, bei Musik- und Literaturfestivals, als Erzählstimme in Kino- und Fernsehdokumentationen. Für Hörbuchverlage liest sie Romane und Lyrik.