Konzert mit dem Diogenes Quartett und Clemens Trautmann

Konzert mit dem Diogenes Quartett und Clemens Trautmann
Am Sonntag, 11. Oktober 2015, 17.00 Uhr
Holzhausenschlösschen

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Stefan Kirpal, Violine
Gundula Kirpal ,Violine
Alba González i Becerra, Viola
Stephen Ristau, Violoncello
Clemens Trautmann, Klarinette


Franz Schubert (1797 – 1828)
Streichquartett G-Dur D 46 

Heinrich Josef Baermann (1784 – 1847)
Adagio für Klarinettenquintett Nr. 3 Es-Dur op. 23 

Pierre-Dominique Ponnelle (* 1957)
Streichquartett Nr.1

***Pause***

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Klarinettenquintett h-Moll op. 115   

Werke von Franz Schubert und Johannes Brahms bilden den Rahmen des heutigen Programms. Diese Großmeister der kammermusikalischen Form zusammen aufzuführen, scheint auf den ersten Blick wenig überraschend, zumal Brahms eine hohe Wertschätzung für Schuberts Musik hatte und darüber einmal äußerte: „Es hat mich noch Weniges so entzückt". Und doch bietet sich dem Hörer ein spannungsreicher Kontrast: Während Brahms in seinem späten Klarinettenquintett die Summe eines kompositorischen Schaffens zieht, ermöglicht Schuberts frühes Streichquartett die Beobachtung, wie ein Komponist mit vorgeprägten Elementen seiner Zeitgenossen und ganz eigenen Ansätzen experimentiert und sich ein Personalstil erst entwickelt. Innerhalb des so gesteckten Rahmens werden selten gespielte Werke von Ponnelle und Baermann vorgestellt, die die Traditionslinien des Streichquartetts und des Klarinettenquintetts – einer von Mozart begründeten Besetzung – bereichern.

„Es muss ein Glücksfall gewesen sein, der diese vier jungen Musiker zu einem Ensemble zusammengeführt hat“ (Süddeutsche Zeitung). Von Presse und Publikum gleichermaßen gefeiert, gehört das Diogenes Quartett zu den meist etablierten Formationen seiner Art. Seine rege Konzerttätigkeit führte das Diogenes Quartett über Deutschland hinaus in Länder wie Großbritannien, Schweiz, Italien, Griechenland und zuletzt auch Frankreich.
Es spielte in namhaften Sälen wie der Kölner Philharmonie und war bei verschiedenen Festivals zu Gast wie z.B. dem Würzburger Mozartfest, den Europäischen Wochen Passau oder dem Festival de Radio France et Montpellier. Zahlreiche Aufnahmen und Live-Mitschnitte des Quartetts belegen sein künstlerisches Schaffen. Seine Diskographie enthält Ersteinspielungen von Friedrich Gernsheim, Engelbert Humperdinck und Friedrich Fesca. Für das Label Brilliant Classics spielt das Ensemble derzeit sämtliche Streichquartette von Franz Schubert ein. Vol. 2 ist im August 2013 erschienen. Neben dem eigentlichen Streichquartettrepertoire zeigt sich das Diogenes Quartett sehr offen neuen Konzertformen gegenüber, was das Cross Over Programm „A dream of Brahms“ zusammen mit dem Jazzquartett des Geigers Max Grosch eindrucksvoll unter Beweis stellt. Besonders am Herzen liegt dem Ensemble die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. So gehören Kinderkonzerte in Zusammenarbeit mit „concierto münchen“ und regelmäßige Kammermusikworkshops schon seit Jahren zu seinem festen Konzertplan. Das Diogenes Quartett ist Gründungsmitglied im Verband Deutscher Streichquartette e.V., dem weltweit ersten Verband von Streichquartett-Ensembles.

Clemens Trautmann studierte bei Sabine Meyer und Reiner Wehle an der Musikhochschule Lübeck. An der Juilliard School New York erwarb er bei Charles Neidich den Master of Music. Er ist u.a. Hans-Sikorski-Gedächtnispreisträger der Deutschen Stiftung Musikleben für herausragende Interpretation zeitgenössischer Musik sowie Förderpreisträger des Schleswig-Holstein Musik Festivals und des Deutschen Musikwettbewerbs. Als Solist trat er bei zahlreichen Musikfestivals im In- und Ausland wie dem Rheingau Musik Festival, den Fest-spielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Kissinger Sommer, den Europäischen Wochen Passau, Concerto Pomerania Polen oder dem New Yorker Focus Festival auf und arbeitete u.a. mit der Polnischen Kammerphilharmonie sowie den Lübecker und Heidelberger Philharmonikern. Neben Duo-Auftritten führten ihn seine kammermusikalischen Gastspiele, insbesondere mit dem Diogenes Quartett, in die Berliner Philharmonie, das Konzerthaus Berlin, den Münchener Gasteig, die Hamburger Laeiszhalle oder das Beethovenhaus Bonn. Kürzlich wurde Clemens Trautmann zum Präsidenten der Deutschen Grammophon berufen und übernimmt zum 1. Dezember 2015 die Leitung des Traditionslabels.

Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung (Förderer) und Ernst Max von Grunelius-Stiftung (Förderer) in Kooperation mit der Frankfurter Bürgerstiftung (Projektleitung)