Mäzene, Stifter, Stadtkultur<br>Neue und alte Altstadt<br>Frankfurt und Sachsenhausen im städtebaulichen Vergleich<br>Vortrag von Marie-Theres Deutsch

Mäzene, Stifter, Stadtkultur
Neue und alte Altstadt
Frankfurt und Sachsenhausen im städtebaulichen Vergleich
Vortrag von Marie-Theres Deutsch
Am Mittwoch, 11. Mai 2016, 19.30 Uhr
Blick vom Kuhirtenturm in die Paradiesgasse
Holzhausenschlösschen

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Das tragische Schicksal der Frankfurter Altstadt im 20. Jahrhundert mit der ersten Zerstörung im Krieg und der zweiten, systematisch durch Abbruch in der Nachkriegszeit durchgeführten, wird seit langem diskutiert. Dass die Grundstruktur der  Stadt vom späten 19. Jahrhundert an und besonders nach 1945 nicht vollkommen verschwand, verdankt sie einerseits dem Main als prägende Konstante und andererseits dem Wallservitut von 1820.  Darin wird geregelt, dass der zwischen 1806 bis 1812 geschliffene Befestigungsring um die 2. Stadterweiterung, dessen militärische Bedeutung obsolet geworden war, nicht bebaut werden darf. Und so bildet der leicht geschwungene Verlauf des Flusses die Grundlinie, über die in einem Halbkreis die Innenstadt noch heute wie seit Jahrhunderten zusammengehalten wird.

Als sich im frühen 19. Jahrhundert auf der Frankfurter Seite die Wälle und Wassergräben in Gärten und Promenaden verwandelten, dachte niemand daran, für  Sachsenhausen das gleiche Regelwerk festzulegen. Die Grundstücke wurden verkauft und großflächig von der Stadt Frankfurt selbst besetzt. In den 1970er Jahren wurde der Stadtteil im Sinne der autogerechten Stadt zur Unkenntlichkeit zerschnitten. Beim genauen Hinschauen entdeckt man heute noch eine Reihe von Spuren, die den Verlauf der einstigen Befestigungsanlage belegen. Kriegs- und die Nachkriegszerstörungen taten auch hier ihr Übriges. Wahrscheinlich aus politischem Desinteresse heraus erhielten sich sogar Strukturen und Teile der historischen Altstadt. Ob und wie sie zu retten sind, wird erst jetzt diskutiert.

Die Architektin Marie-Theres Deutsch hat seit der Eröffnung ihres eigenen Büros 1985 in Frankfurt am Main mit zahlreichen Projekten geradezu beispielhaft gezeigt, was in dieser Stadt möglich ist oder wäre.

Eintritt frei, begrenztes Platzangebot, keine Reservierungen möglich

Eine Veranstaltung der Freunde Frankfurts e.V. in Kooperation mit der Frankfurter Bürgerstiftung