»Schloßkonzert« Buchberger-Quartett »Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz« und 7 Dialoge von Martin Mosebach

»Schloßkonzert« Buchberger-Quartett »Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz« und 7 Dialoge von Martin Mosebach
Am Mittwoch, 17. März 2010, 19.30 Uhr
Eintritt € 25 | erm.: € 20
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gelesen von Hermann Beil und Johanna Wokalek
Hubert Buchberger (Violine)
Julia Greve (Violine)
Joachim Etzel (Viola)
Helmut Sohler (Violoncello)

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

  • Joseph Haydn (1732 – 1809)
    „Musica instrumentale
    Sopra le sette ultime Parole del nostro Redentore in Croce o sieno

    Sette Sonate

    Con un Introduzione ed al Fine un Terremoto
    Composte e ridotte
    in Quartetti
    Per due Violine, Viola e Violoncello”


In die vorösterliche Zeit paßt ein Haydn-Werk, das nicht unmittelbar in die Reihe der Streichquartette gehört. Die ursprüngliche Orchesterversion dieses Werkes entstand im Winter 1786/1787. Auftraggeber war der Bischof von Cádiz, der für die Liturgie der Karwoche von Haydn sieben langsame Sätze erbat. Nach der Drucklegung beim Wiener Verlag Artaria Anfang 1787 bearbeitete Haydn das Orchesterwerk für Streichquartett, wohl um ihm eine größere Verbreitung zu sichern, vielleicht aber auch, weil er seinen Ort nicht ausschließlich im liturgischen Rahmen sah. Haydn war stolz auf die Leistung, sieben langsame Sätze komponiert zu haben, „ohne den Zuhörer zu ermüden“ und schrieb im April 1787 an seinen Londoner Verleger William Forster: „Jedweder Text ist bloß durch die Instrumental Music dergestalten ausgedruckt, daß es den unerfahrensten den tiefesten Eindruck in Seiner Seel Erwecket“.

Hermann Beil, geboren in Wien, ist seit 1963 am Theater tätig, so als Dramaturg in Frankfurt am Main, Basel, Stuttgart und Bochum, von 1986 bis 1999 am Burgtheater Wien, seit 1999 am Berliner Ensemble. Bei den Salzburger Festspielen spielte er während der Schauspieldirektion von Peter Stein und arbeitete am Zimmertheater Tübingen von 2002 bis 2007 mit. Hermann Beil ist Mitglied des Merlin Ensembles Wien. Zusammen mit Claus Peymann erhielt er 1995 den Berliner Theaterpreis und 1996 als erster Dramaturg den Deutschen Kritikerpreis. Als Rezitator und auch als Regisseur gastiert er im In- und Ausland. Sein Buch Theaternarren leben länger erschien im Paul Zsolnay Verlag Wien.

Johanna Wokalek, 1975 in Freiburg im Breisgau geboren, besuchte das Max-Reihhardt-Seminar in Wien und erhielt Rollenunterricht bei Prof. Klaus Maria Brandauer. Von 1996 bis 1997 war sie am Burgtheater Wien bei Claus Peymann tätig, von 1997 bis 2000 folgte ein Engagement am Schauspielhaus Bonn. Seit 2000 spielt sie wieder am Burgtheater Wien bei Dirk Bachler. Neben zahlreichen Theateraufführungen ist Johanna Wokalek auch an Kino- und Fernsehfilmproduktionen beteiligt, so u.a. in Aimée und Jaguar (1997), Die Reise (2001), Barfuß (2004), Der Baader-Meinhof Komplex (2007) und Die Päpstin (2008). Sie wurde mit Preisen wie dem Nestroy Preis als beste Nachwuchsschauspielerin (2002) und dem Darstellerpreis des Edinburgh International Festivals (2000) ausgezeichnet. Johanna Wokalek wurde mehrfach zum Theatertreffen Berlin eingeladen.

Das 1974 gegründete Buchberger-Quartett gestaltet seit 1884 in Frankfurt am Main eigene Konzertzyklen mit besonderen thematischen Akzenten. Hier standen Quartette von Reger und Schönberg, Streichquartette und -quintette von Mozart, Werke von Ernst Toch oder exemplarische Streichquartette des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Besonderes Kennzeichen dieser Konzertreihen sind die Werkeinführungen, die mit Klangbeispielen, Analysen und Kommentaren zum Verständnis der Werke beitragen möchten. Von 2005 bis 2008 wurde im Frankfurter Holzhausenschlößchen ein Zyklus von 24 Konzerten mit der Gesamtaufführung aller 69 Streichquartette von Joseph Haydn aufgeführt, die das Quartett inzwischen auch auf einer CD-Box vorgelegt hat, die international auf großes Interesse und begeisterte Zustimmung stößt.