Klaviertage im Holzhausenschlösschen<br>Grunelius-Konzerte – klaviersolo<br>Evgenia Rubinova spielt Beethoven und Liszt<br>Neujahrskonzert mit anschließendem Neujahrsempfang

Klaviertage im Holzhausenschlösschen
Grunelius-Konzerte – klaviersolo
Evgenia Rubinova spielt Beethoven und Liszt
Neujahrskonzert mit anschließendem Neujahrsempfang
Am Sonntag, 17. Januar 2016, 11.00 Uhr
Holzhausenschlösschen

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
12 Variationen über einen Russischen Tanz von Wranitsky’s Ballett „Das Waldmädchen“ in A-Dur WoO 71
Klaviersonate Nr. 22 F-Dur op. 54
Sechs Bagatellen op. 126

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) / Franz Liszt (1811 – 1886)
An die ferne Geliebte op. 98
Capriccio alla Turca (über Themen aus Beethovens „Die Ruinen von Athen“)


Paul Wranitzky war ein zu Lebzeiten erfolgreicher Komponist, sein Ballett „Das Waldmädchen“ aus dem Jahre 1796 soll beim Wiener Publikum beliebt gewesen sein. Im selben Jahr wählte Beethoven ein russisches Thema aus dieser Oper als Grundlage für seine 1796 entstandenen Variationenreihe WoO 71. Die Bagatellen op. 126 bilden einen in sich schlüssigen Zyklus von miteinander verbundenen Charakterstücken, reif im Ausdruck und experimentell in der Form. Sie stammen aus dem Jahr 1824 und sind Beethovens letztes Klavierwerk. In der letzten Bagatelle, zugleich seinem allerletzten Klavierwerk, lässt Beethoven ein Motiv wiedererklingen, das Beethoven erstmals im Andante Favori aus dem Jahre 1804 verwendete und das möglicherweise auf Josephine von Brunsvik hindeutet. Das Josephine-Motiv lässt sich auch im ersten Satz der Sonate F-Dur op. 54 aus dem Jahre 1804 entdecken. Es handelt sich vielleicht um die am meisten unterschätzte aller Beethovensonaten, ein verstecktes Juwel. Beethoven schrieb einen türkischen Marsch, den er zunächst als Variationenthema und später auch im Rahmen eines Festspiels verwendete. Auf der Grundlage dieser Orchesterversion hat Liszt ein kongeniales Capriccio geschrieben. Von Liszt stammt auch eine farbige Klavierfassung des Liederzyklus "Die ferne Geliebte". Auch in diesem lässt sich das Josephine-Motiv finden – war Josephine von Brunsvik die ferne Geliebte?

Die Pianistin Evgenia Rubinova wird für ihre „kontrapunktische Klarheit“ und ihr „kantables und äußerst klangsinnliches“ Spiel (Fono Forum), ihr „emphatisches Einfühlungsvermögen“ (Piano News)und ihre „Souveränität im musikalischen Ausdruck“ (Rondo) gerühmt. Beim renommierten Klavierwettbewerb in Leeds, zu dessen Preisträgern zuvor auch Andras Schiff und Murray Perahia und zählten, wurde die Pianistin Evgenia Rubinova 2003 mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Evgenia Rubinova musizierte zuletzt u.a. mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski, dem Hallé Orchestra unter Sir Mark Elder und der Russischen Nationalphilharmonie unter Vladimir Spivakov.

Ernst Max von Grunelius-Stiftung (Förderer) in Kooperation mit der Frankfurter Bürgerstiftung (Projektleitung)