Holzhausenschlösschen

Frankfurter Naturkunden: Leben ohne Ende

Bernd Heinrich und sein Verleger im Gespräch
  • Mittwoch, 24. November 2021 – 19.30 Uhr

Bernd Heinrich © Richard B. Clark

Eintritt€ 14,- (Parkett) / € 10,- (Empore, eingeschränkte Sicht)

Tickets erhalten Sie hier.

Konzeption: Claudia Schülke

„Grün ist die Farbe des Lebens.“ Davon ist Bernd Heinrich überzeugt. Er liebt die Bäume, unter denen er aufgewachsen ist in den Wäldern von Maine und die Raben, an denen er sich als Zoologe abgearbeitet hat. Ihnen würde er am liebsten sein Herz vermachen. Denn er glaubt daran, dass wir Teil des Lebenskreislaufs und der Nahrungskette sind. Kein Molekül von uns geht im biologischen Recycling verloren. Alles dient dem Leben. Davon erzählt er in seinem Buch „Leben ohne Ende“ (erschienen in der Reihe „Naturkunden“ des Matthes & Seitz Verlags) – ein faktenbasiertes Glaubensbekenntnis, das sich auf Totengräberkäfer und Geier beruft, auf Pilze und Mikroben. Lauter Recycler und Aasfresser – wie wir Menschen, die wir einst in der ostafrikanischen Savanne von den Hyänen das Überleben gelernt haben. Das ist keine falsche Bescheidenheit, sondern Einsicht in unsere Verwandtschaft mit allem Lebendigen. Am 24. November um 19.30 Uhr lässt uns der Naturforscher im Gespräch mit seinem Verleger Dr. Andreas Rötzer daran teilhaben.

Bernd Heinrich, geboren 1940 als Sohn eines westpreußischen Zoologen im heutigen Polen, musste mit Eltern und Schwester 1944 vor der Roten Armee fliehen und hauste fünf Jahre lang östlich von Hamburg in einer Waldhütte der Hahnheide. Die Flüchtlinge lebten von erbeuteten Kleintieren und Aas. Der Filius sammelte Käfer. 1951 emigrierte die Familie nach Maine/USA. Heinrich wurde in Biologie an der University of California promoviert, lehrte als Professor für Entomologie in Berkeley und als Zoologe an der University of Vermont. Nebenbei lief er Ultralangstrecken-Rekorde. 2004 wurde er in die Academy of Arts and Sciences aufgenommen, 2007 in die American Ultrarunning Hall of Fame. Der Emeritus lebt heute wieder in den heimischen Wäldern von Maine, in einer Hütte die ihm auch als Forschungsstation dient. Hier hat er viele seiner rund 20 Bücher geschrieben.

Dr. Andreas Rötzer © Verlag Matthes & Seitz Berlin

Vor Ort gelten folgende Regeln:

Testpflicht bzw. Impf- oder Genesenennachweis
Die Teilnahme an einer Veranstaltung ist für alle Besucherinnen und Besucher möglich, die nachweislich vor mindestens 14 Tagen am Tag der Veranstaltung ihre zweite Impfung erhalten haben, einen tagesaktuellen Coronatest oder einen Nachweis über eine Covid-19-Genesung vorzeigen können. Zwecks Identifikation und für den Corona-Test/Impfnachweis bitte in jedem Fall ein Ausweisdokument beim Einlass bereithalten.

Maske tragen
Aufgrund aktueller Verordnungen ist das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes im Haus verpflichtend (bis zur Einnahme eines Sitzplatzes).

Hände desinfizieren
Bitte nutzen Sie unsere aufgestellten Desinfektionsspender, halten Sie die Niesetikette und regelmäßiges Händewaschen ein.

Abstand halten
Bitte achten Sie auf einen ausreichenden Abstand zu anderen Personen. Nutzen Sie die Aufzüge im Haus bitte nur bei eingeschränkter Mobilität; es kann maximal 1 Person (ggf. plus Betreuung) je Fahrt den Aufzug nutzen.

Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung

Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung