Flashlines 2020 © Pascal Kulscar

Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen

Liebe Freunde und Förderer der Frankfurter Bürgerstiftung,

wie stellt sich die Kunst zur diktatorischen Gewalt? Kann ein Künstler unter dem stalinistischen Terror arbeiten und überleben, ohne sich zu verraten? Um diese Fragen rangen zwei große russische Dichter Boris Pasternak und Marina Zwetajewa in einem intensiven Briefwechsel über die Grenzen der europäischen Nationalstaaten hinweg ‒ gestern zu hören in einer Lesung aus dem Frankfurter Holzhausenschlösschen.

Wie viele Menschen wurden und werden seit gestern heimatlos, müssen in der Ukraine um ihr Leben fürchten und sehnen sich nach Frieden für ihre Familien. Der Satz Zwetajewas an den Freund Pasternak „Außer Ihnen habe ich kein Zuhause in Russland“ könnte ein Satz von heute sein, nein, er ist ein Satz von heute. Wenn man diesen Briefwechsel hört, spürt man die tiefe Verbundenheit mit den Menschen, deren diktatorischer Herrscher gegen alles Recht in ein Nachbarland eingefallen ist. Doch man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, es sind nicht die Menschen in Russland, die dies tun, es ist die Herrschaft.

Aus aktuellem Anlass wird der gekürzte Mitschnitt der Lesung im Rahmen der Reihe Salon kontrovers: Briefe - schreiben und lesen bereits morgen, am Samstag, den 26. Februar 2022, um 18:04 Uhr in hr2-kultur „Literaturland Hessen" ausgestrahlt und findet sich 7 Tage zum Nachhören auf der Website des hr2.

Die Frankfurter Bürgerstiftung finanziert ihr Kultur- und Veranstaltungsprogramm durch Spenden und freut sich über jede Unterstützung, die es ihr ermöglicht, dieses zu realisieren. Sie ist eine Stiftung von Bürgern für Bürger.

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Mit herzlichen Grüßen

Ihr Clemens Greve und das Team der Frankfurter Bürgerstiftung

Meldung veröffentlicht am 25.2.2022