Emil Mangelsdorff
Emil Mangelsdorff

Mit Jazz in den Frühling – Swing Spring 2021

Emil Mangelsdorff-Quartett feat. Scott Hamilton
  • Freitag, 26. März 2021 – 19.30 Uhr

© Gerhard Richter

(1887. Bürgerkonzert)

Eine ganze Woche lang wird das Holzhausenschlösschen zum Jazzclub! Vom 22. bis zum 27. März 2021 werden hochkarätige Ensembles zu hören sein, die sich in verschiedenen Themenabenden der besten Zeit des Jazz, dem Swing! widmen…

Unter der künstlerischen Leitung von Pianist Thilo Wagner, der den Schlösschenbesuchern durch seine Mitwirkung bei den monatlich stattfindenden Jazzkonzerten des Emil Mangelsdorff Quartetts bestens bekannt ist, wird jeden Abend einem besonderen Musiker dieser Zeitepoche musikalisch Tribut gezollt.

Freitagabend ist der absolute Star der Swingszene Scott Hamilton beim Emil Mangelsdorff Quartett zu Gast und man darf sich auf seinen unverwechselbaren Ton und die Interpretation seiner Balladen freuen.

Als moderner Mainstream-Musiker im besten Sinne zählt der Stilist Emil Mangelsdorff (as, cl, fl, comp, ld) zu den profiliertesten Solisten und Komponisten des deutschen Jazz. Seine fein ziselierten Linien, getragen von einem großen, klaren Alto-Ton, erweisen ihn als souveränen Musiker, der die gesamte Tradition, vor allem Cool-Einflüsse, mit Blues-Gefühl und Sophistication zu einer musikalisch schlüssigen Synthese voller Wärme und Eleganz zu bringen versteht. Für seine musikalischen Verdienste und sein politisches Engagement wurde er mit dem Hessischen Jazz-Preis, der Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen, der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und des Landes Hessen, der Johanna-Kirchner-Medaille und dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Axel Pape (dr) studierte Jazz- und Popularmusik an den Musikhochschulen in Stuttgart und Mainz. Seither ist er in verschiedene Projekte im Bereich Jazz und zeitgenössischer Musik eingebunden und gehört u.a. den Trios von Sebastian Sternal und Peter Reiter sowie dem Quintett von Steffen Weber an. Seit 2012 hat er einen Lehrauftrag für Jazz-Schlagzeug und Ensemble an der Hochschule für Musik in Mainz und seit 2015 am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt.

Thilo Wagner (p), geboren 1965, hatte zwölf Jahre Klavierunterricht bei Paul Mortag in Karlsruhe. Nach Abitur und Ersatzdienst übernahm er erste Engagements in Profibands. 1987 wurden erste CD-Aufnahmen mit der Thilo Berg-Band eingespielt. Mittlerweile ist er auf über 60 CDs zu hören. Er ist Mitglied in folgenden Bands: Allotria Jazzband, European All Stars, Emil Mangelsdorff Quartett, Jazz Power u.a. Außerdem wird er immer wieder zu Tourneen mit Topmusikern der swingenden Jazzszene eingeladen: z.B. Scott Hamilton, Jim Hall, Harry Allen, Ack van Rooyen, Bruce Adams, Jim Snidero, Peanuts Hucko, Benny Waters, Antti Sarpilla und Lars Erststrand.

1995 nahm Jean-Philippe Wadle (b) zum ersten Mal einen Bass in die Hand; einen elektrischen. Bald griff er jedoch zum Kontrabass, denn Swing wäre ohne dieses klassische Instrument nicht gegangen. 2006 schloss er sein Jazzstudium in Köln ab und begab sich auf die Suche nach Musikern seiner Generation, die seine Liebe zum Jazz teilten. Als Solist gewann er zweimal den Ersten Preis bei „Jugend Jazzt“. Außerdem wurde er immer wieder zu Tourneen mit bekannten Jazzmusikern wie Marshall-Alexander, Tom Gäbel oder Katja Ebstein eingeladen. 2003 gründete Wadle seine erste eigene Band „Bassface Swing Trio“ zusammen mit Pianist Thilo Wagner und Schlagzeuger Florian Hermann. 2004 erschien die erste Live-CD mit Bassface Swing Trio „Straight Live“.

Der amerikanische Tenorsaxophonist Scott Hamilton ist ohne Zweifel einer der großen Protagonisten des Swing. Das Who's Who in Jazz nennt ihn gar den Mainstream Messias. Souverän spielt Hamilton mit dem Vokabular seiner Ahnen Lester Young, Ben Webster, Coleman Hawkins und Don Byas und hat dabei längst seine ureigene, gewichtige Stimme gefunden. Sein überlegener Ideenfluss und seine ungeheure Gestaltungskraft machen ihn zum bedeutendsten Mainstreamsaxophonisten unserer Tage. Geboren wurde Scott Hamilton wurde 1954 in Providence, Rhode Island. Durch Aufnahmen des Altsaxophonisten Johnny Hodges kam er schließlich zum Saxophon. Swinglegende Roy Eldridge holte das Ausnahmetalent 1976 für ein sechswöchiges Gastspiel nach New York und ebnete ihm den Weg für folgende Engagements mit Hank Jones und Anita O'Day. Fortan gehörte er zur ersten Riege der New Yorker- Szene und arbeitete abwechselnd mit Leuten wie Teddy Wilson, Benny Goodman, Gerry Mulligan, Woody Herman, Dave McKenna und Clark Terry. Für einen Abend verwandelt er nun das Holzhausenschlösschen in ein Mekka des Swing!

Let´s swing into spring!

Das Konzert wird für Sie aufgezeichnet und steht ab dem 26. März in unserer Mediathek zur Verfügung. Vielen Dank für jede Spende, die es uns ermöglicht, die mit großem Aufwand verbundenen Aufzeichnungen für Sie herzustellen. Ohne Ihre Spenden könnten wir das alles nicht schaffen. Bitte helfen Sie uns auch weiterhin. Herzlichen Dank!

Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung, Hans und Wolfgang Schleussner Stiftung