Das Holzhausenschlösschen im Holzhausenpark © Christopher Martin

Frankfurter Naturkunden: Krähen

Lesung und Gespräch mit Cord Riechelmann und Marcel Beyer
  • Mittwoch, 28. September 2022 – 19.30 Uhr

Cord Riechelmann: Krähen (Ausschnitt des Covers) © Matthes & Seitz Berlin

Eintritt frei, freie Platzwahl (Plätze auf der Empore sind mit eingeschränkter Sicht), Anmeldung erforderlich (zum Anmeldeformular gelangen Sie über den ganz unten stehenden Link).

Darüber hinaus werden wir über die Mediathek unserer Website am Veranstaltungstag einen kostenfreien Livestream der Veranstaltung anbieten. Zum Livestream gelangen Sie hier.

Konzeption: Claudia Schülke

Jeder kennt sie, wenige mögen sie: Krähen, Elstern, Eichelhäher. Die Familie der Rabenvögel umfasst 123 Arten in 25 Gattungen weltweit. Sie sind mit den Paradiesvögeln verwandt und stehen als Singvögel seit 1979 europaweit unter Schutz. Dennoch gibt es immer wieder Ausnahmegenehmigungen für Jäger. Aber das Krähenhirn, enger mit Nervenzellen bepackt als die Hirnrinde des Menschen, hat längst begriffen: In der Stadt sind wir sicher. Und zu essen gibt es auch genug. Kein Krümel, den der Mensch fallen lässt, kein Aas entgeht den schwarzen Gesellen. Sie sind die Hygienepolizei unserer Städte. Vom Kolkraben, dem Schlachtenvogel der Wikinger, bis zu Hitchkocks „Vögeln“ haben die Rabenvögel Kulturgeschichte gemacht. Ihr hat der Biologe und Philosoph Cord Riechelmann nachgespürt und unter dem Titel „Krähen“ ein Porträt der Vogelfamilie in der „Naturkunden“-Reihe des Matthes & Seitz Verlags, unseres Kooperationspartners, publiziert. Er wird an diesem Abend aus seinem Buch lesen und mit dem Schriftsteller Marcel Beyer über Krähen und andere Rabenvögel sprechen. Dohlen etwa kommen in Beyers Roman „Kaltenburg“ (Suhrkamp) vor, einem Porträt des einfühlsamen Dohlenfreundes und -forschers Konrad Lorenz, der die Vergleichende Verhaltensforschung hierzulande begründet hat.

Cord Riechelman, 1960 in Celle geboren, studierte an der Freien Universität Berlin. Er war Lehrbeauftragter für das Sozialverhalten von Primaten, arbeitete als Kolumnist und Stadtnaturreporter für die einstigen Berliner Seiten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und ist immer noch mit der Kolumne „Lebewesen der Woche“ bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung an Bord. Zudem hat er ein Buch über „Wilde Tiere in der Großstadt“ (Nicolaische Verlagsbuchhandlung) verfasst.

Aktuelle Informationen zu den Teilnahmebedingungen und unserem Hygienekonzept finden Sie hier.

Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung

Cronstett- und Hynspergische evangelische StiftungFreundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung