4 to the bar © Lorenz Gempper

Zeit für Bach: „Schweigt stille, plaudert nicht“

Bach zwischen Pietismus und Aufklärung
  • Freitag, 2. Juni 2023 – 19.30 Uhr

Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main

Prof. Günther Albers © privat

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(1945. Bürgerkonzert)

Gesprächskonzert mit Angela Steidele (Autorin des Romans „Aufklärung“), Benedikt Kristjánsson (Tenor), Daria Tymoshenko (Sopran) und Agostino Subacchi (Bass)

Leitung und Moderation: Prof. Günther Albers

Auf dem Programm die Kantaten BWV 55 und BWV 211 sowie Gespräch und Lesung mit der Autorin Angela Steidele aus ihrem Roman „Aufklärung“.

Angela Steidele © Suhrkamp Verlag

Wissenschaftlich recherchieren – literarisch schreiben ist Angela Steideles Markenzeichen in Werken wie Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens (2010), Anne Lister. Eine erotische Biographie (2017), Zeitreisen (2018) sowie Poetik der Biographie (2019). Für ihren Roman Rosenstengel (2015) erhielt sie den Bayerischen Buchpreis. Die Autorin, geb. 1968, lebt in Köln. Wie das passieren konnte, weiß sie allerdings nicht.

Benedikt Kristjánsson © Angela Árnadóttir

Der Tenor Benedikt Kristjánsson wurde in Húsavík, Island geboren. Seinen ersten Gesangsunterricht erhielt er im Alter von 16 Jahren von seiner Mutter, Margrét Bóasdóttir an der Reykjavík Akademie für Gesang. Er war Mitglied und häufiger Solist in dem renommierten Jugendchor „Hamrahlíðarkórinn“ unter der Leitung von Thorgerdur Ingolfsdottir. Benedikt Kristjánsson studierte bei Scot Weir an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und besuchte Meisterkurse bei Peter Schreier, Christa Ludwig, Elly Ameling, Robert Holl, Andreas Schmidt und Helmut Deutsch. Gemeinsam mit dem Gitarristen Sergio Coto-Blanco gewann er 2010 den Internationalen Wettbewerb für Kammermusik mit Gitarre in Aschaffenburg. 2011 gewann er neben dem 1. Preis auch den Publikumspreis des Internationalen Gesangs-Wettbewerbs cantateBach in Greifswald. Beim Internationalen J. S. Bach-Wettbewerb in Leipzig wurde ihm 2012 ebenfalls der Publikumspreis verliehen. Im Jahr 2019 sang Benedikt Kristjánsson Bachs Johannespassion für Tenor allein, Cembalo, Orgel und Schlagwerk in einer Produktion des PODIUM Esslingen, die mit dem OPUS KLASSIK als „Innovatives Konzert des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Solistische Engagements führten ihn u.a. ins Konzerthaus Wien, die Berliner Philharmonie, die Chapelle Royal in Versailles, Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und das Concertgebouw Amsterdam. Er arbeitete mit namenhaften Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Gaechinger Cantorey, Hofkapelle München, Nederlandse Bachvereniging, Dresdner Barockorchester, Akademie für Alte Musik Berlin und dem Freiburger Barockorchester sowie mit den Dirigenten Jos van Veldhoven, Andreas Spering, Christoph Spering, Václav Luks, Reinbert de Leeuw, Reinhard Goebel und Hans-Christoph Rademann. owohl barockes als auch modernes Repertoire sang Benedikt Kristjánsson an der Staatsoper Berlin, am Theater Kiel und am Staatstheater Braunschweig. Daneben tritt er regelmäßig bei Festivals wie dem Musikfest Stuttgart, den Thüringer Bachwochen, der Bachwoche Ansbach, den Händel-Festspielen Halle und dem Festival Oude Muziek in Utrecht auf. Seine Debüt-CD „Drang in die Ferne“ mit Liedern von Franz Schubert und isländischen Volksliedern a capella erschien im Mai 2019 bei GENUIN classics.

Daria Tymoshenko © privat

Daria Tymoshenko wurde in Charkiw (Ukraine) geboren und singt seit ihrem 7. Lebensjahr. Sie studierte zunächst an einer Musikschule in Charkiw, seit 2018 an der Nationalen Musikakademie in Kiew. 2019 ermöglichte ihr ein Erasmus-Austauschprogramm ein Studienjahr am Konservatorium „Nino Rota“ in Monopoli (Italien). 2022 wurde sie durch den russischen Angriffskrieg gezwungen, gemeinsam mit ihrer Mutter und Familie die Ukraine zu verlassen. Seit Oktober 2022 studiert sie Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) in Frankfurt. Im Rahmen der Koproduktion „Valerie’s Voice / Prothesen der Autonomie“ mit der HfMDK übernimmt Daria Tymoshenko in der Spielzeit 2022 die Hauptrolle in „Prothesen der Autonomie“ sowie die Partie Daddy’s Girl in „Valerie’s Voice“.

Agostino Subbacchi © Emil Roijer

Der italienische Bass Agostino Subacchi studierte am Conservatorio G. Nicolini in Piacenza bei Maria Laura Groppi und absolviert derzeit einen Master an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt bei Michelle Breedt. Sein Debüt gab er 2017 als Colline in Puccinis La Bohème in Piacenza. Es folgten Partien wie Dottore Grenvil (La traviata), Don Magnifico(La Cenerentola), Bartolo(Le nozze di Figaro), Sagrestano (Tosca)und Timur (Turandot). Zudem trat er als Konzertsänger in Norditalien u.a. mit Werken von Bach, Buxtehude und Donizetti in Erscheinung. Im Sommer 2021 war er als Teilnehmer des Opernstudios der Bregenzer Festspiele in Brigitte Fassbaenders Inszenierung von Litaliana in Algerizu erleben. Im selben Jahr debütierte er als Don Alfonso (Così fan tutte) beim Cosmopolis Festival im griechischen Kavala. Engagements jüngster Zeit führten Agostino Subacchi als Flandrischen Deputierten in Verdis Don Carloan das Staatstheater Wiesbaden und als Amtsrichter in Rossinis La gazza ladra an die Oper Frankfurt.

Frankfurter Bachkonzerte e.V. zu Gast im Holzhausenschlösschen