Veranstaltungssaal © Walter Dorn

Voraushören – Konzert mit dem Raròn Quartet

„Entfesselung“
  • Donnerstag, 13. Juni 2024 – 19.30 Uhr

Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main

Raròn Quartett © Milena Böhm

Voraushören – eine Kammermusikreihe von Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen und HfMDK

Wir danken dem Rotary Club Frankfurt Römer für die großzügige Unterstützung von Arbeitsstipendien für die beteiligten Studierenden.

Eintritt € 39,- (Parkett, Reihe 1-5) / € 24,- (Parkett, Reihe 6 und Fensterbänke) / € 14,- (Empore, eingeschränkte Sicht)
Schüler und Studenten erhalten einen Rabatt in Höhe von 50 Prozent.

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(1975. Bürgerkonzert)

Programm


Jörg Widmann (*1973)
Streichquartett Nr. 3 „Jagdquartett“

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Streichquartett f-Moll, op. 95 „Quartetto serioso“

Leoš Janáček (1854-1928)
Streichquartett Nr. 1 „Kreutzersonate“

Besetzung


Raròn Quartet
Carolin Grün (Violine)
Hans Henning Ernst (Violine)
Franziska Hügel (Viola)
Joachim Jamaer (Violoncello)

Zum Konzert


Dieses Programm ist ein Streifzug durch die über die Jahrhunderte hinweg vielseitigen Wechselwirkungen zwischen der Streichquartettliteratur und der Gattung des Romans. Dabei haben alle drei vorgetragenen Werke einen verschiedenartigen Bezug zu literarischen Werken. Die Freiheit und Unfreiheit des Menschen möchte dieses Programm, bestehend aus drei Quartettwerken von Jörg Widmann, Ludwig van Beethoven und Leoš Janáček, eingerahmt durch kontrapunktierende Literatur, erforschen.

Schriftstellerei und Musik haben sich immer gegenseitig befruchtet. Sie sind Geschwister – „Musensöhne“, so wie Vult und Walt in Jean Pauls Roman, die vollkommen unterschiedlich auftreten, aber einander dennoch oft brauchen. Die beiden Kunstformen sind vielleicht die schönsten Ausprägungen des freien Willens, vielleicht das uns Menschen höchste Gut, und immer auf der Suche nach Wegen, sich frei entfalten zu können. Die Musik hat dabei die Möglichkeit, die Literatur zu „entfesseln“ – und zwar nicht nur im Sinne ETA Hoffmanns – denn was niedergeschrieben ist, ist plötzlich unfreier Gedanke, etwas, über das oft Rechenschaft abgelegt werden muss. Die Musik ist, weil abstrakter, schwerer zu fassen, ungenauer deutbar und kann sich oft leichter als das literarische Werk einer direkten Kenntlichkeit entziehen. Musikalische Werke, die heimlich verwandt mit literarischen Geschwisterwerken sind, können diese also gewissermaßen entfesseln.

Was ist Uns die Freiheit wert?

Raròn Quartet

Die Mitwirkenden


„Rose, oh reiner Widerspruch, Lust, niemandes Schlaf zu sein unter so viel Liedern.“ Diesen nachdenklichen, fast schon weltverlorenen Satz, der auf dem Grabstein des deutschen Dichters Rainer Maria Rilke in Raron (Schweiz) eingraviert ist, hat sich das Raron Quartet zum Wahlspruch gemacht. Das Streichquartett gründete sich im Februar 2022 in Frankfurt mit dem gemeinsamen Ziel, Kammermusik mit großem Tiefgang und emotionaler Nahbarkeit auf hohem virtuosen Niveau zu präsentieren und einen frischen, feurigen Zugang zu den Werken darzustellen. Beim Lenzewski-Stiftungswettbewerb wurde das junge Quartett mit einem 1. Preis ausgezeichnet. Betreut wird es durch seinen Mentor, den erfahrenen Quartett-Primarius Prof. Tim Vogler (Vogler Quartett) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Die vier passionierten Kammermusiker sind allesamt preisgekrönt und stehen bei namhaften Häusern unter Vertrag.

Eine Kammermusikreihe von Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen und Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt

Förderer: Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung, Rotary Club Frankfurt Römer

Freundes- und Förderkreis der Frankfurter BürgerstiftungRotary Club Frankfurt RömerHochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt