Veranstaltungssaal © Walter Dorn

freiheitsKlang – Grunelius-Konzerte

Kammerkonzert mit Franziska Hölscher (Violine), Harriet Krijgh (Violoncello) und Claire Huangci (Klavier)
  • Mittwoch, 3. Juni 2026 – 19.30 Uhr

Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main

Harriet Krijgh © Felix Broede

Eintritt: € 43,- (Parkett, Reihe 1-5) / € 26,- (Parkett, Reihe 6 und Fensterbänke) / € 15,- (Empore, eingeschränkte Sicht)

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(2027. Bürgerkonzert)

Programm


Lili Boulanger (1893-1918)
„D’un matin de printemps“ für Klaviertrio

Amy Beach (1867-1944)
Klaviertrio, op. 150

Walentyn Sylvestrow (*1937)
„Fugitive Visions of Mozart“

Pause

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Klaviertrio c-Moll, op. 66

Besetzung


Franziska Hölscher (Violine)
Harriet Krijgh (Violoncello)
Claire Huangci (Klavier)

Die Mitwirkenden


Die Geigerin Franziska Hölscher ist eine der vielseitigsten Musikerinnen der heutigen internationalen Musikszene. Sie war und ist als Solistin, Kammermusikerin und Festivalleiterin Gast in der Berliner Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Palais des Beaux-Arts Brüssel, dem Wiener Konzerthaus und im Rudolfinum Prag.

Sie konzertiert bei der Schubertiade Schwarzenberg, den Bregenzer Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen, dem Rheingau Musik Festival und beim Heidelberger Frühling.

Leidenschaftlich setzt sich Franziska Hölscher für die Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts ein. So spielte sie die Uraufführung des Concertinos für Violine und Streicher von Wolfgang Rihm und die Österreichische Erstaufführung des Violinkonzerts von Ondřej Adámek bei den Bregenzer Festspielen. Gleichzeitig spannt sie regelmäßig den Bogen zu Kompositionen des Barock, denen sie mit ihrem Gespür fürs Neue immer wieder frische Interpretationen schenkt. Letzteres ist zu erleben in der Zusammenarbeit mit der Blockflötistin Dorothee Oberlinger und dem Dirigenten Reinhard Goebel.

Von Beginn ihrer Karriere hatte auch das Zusammenspiel mit Kollegen einen festen Platz in ihrem Repertoire. Seit ihrem Debüt mit Martha Argerich gehören Kit Armstrong, Martin Helmchen, Maximilian Hornung, Daniel Müller-Schott und Benjamin Appl zu ihren Partnern. Ein festes Trio bildet sie mit der Schauspielerin Katja Riemann und der Pianistin Marianna Shirinyan. Als Solistin konzertiert sie darüber hinaus u. a. mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, dem Ensemble Resonanz, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem Orchester des Nationaltheaters Prag und der Sinfonia Varsovia.

Mit dem Autor Roger Willemsen verband sie eine künstlerische Freundschaft. Mit ihm entwickelte sie das Bühnenprogramm „Landschaften“, das sie zusammen mit Maria Schrader und Marianna Shirinyan eingespielt hat und seitdem in den Bestseller-Listen geführt wird.

Franziska Hölscher ist Künstlerische Leiterin der Kammermusikreihe „Klangbrücken“ im Konzerthaus Berlin, die sie mit Severin von Eckardstein 2014 ins Leben gerufen hat. Gemeinsam mit Kit Armstrong hat sie 2021 die künstlerische Leitung der Musiktage Feldafing übernommen. Seit 2022 ist sie Künstlerische Leiterin des Musikfestivals „Fränkischer Sommer“.

Franziska Hölscher © Marco Borggreve

Die junge Niederländerin Harriet Krijgh ist eine der aufregendsten und vielversprechendsten Cellistinnen der Gegenwart. Ihr kantables und ausdrucksstarkes Spiel berührt und begeistert Publikum wie Presse gleichermaßen.

Konzerte führten die Künstlerin in die bedeutendsten Säle Europas, Nordamerikas und Asiens. Sie spielte mit Orchestern wie dem Boston Symphony Orchestra, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Wiener Symphoniker, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Münchner Philharmoniker, Bamberger Symphoniker, London Philharmonic Orchestra, Academy of St Martin in the Fields, Orchestre Philharmonique de Radio France, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Hong Kong Sinfonietta und Sydney Symphony Orchestra. Auch bei internationalen Festivals wie dem Heidelberger Frühling, dem Grafenegg Festival und der Schubertiade Hohenems ist sie ein gern gesehener Gast. Als „Preisträgerin in Residence“ prägte sie 2019 in rund 25 Konzerten den Festspielsommer der Festspiele Mecklenburg Vorpommern.

Von jeher eine begeisterte Kammermusikerin, trat sie im Frühjahr 2019 dem Artemis Quartett bei. Tourneen führen das Ensemble regelmäßig zu den wichtigsten Konzertstätten weltweit.

Seit April 2018 war Harriet Krijgh exklusiv beim Label Deutsche Grammophon unter Vertrag. Im September 2019 erschien die erste Einspielung dieser Zusammenarbeit mit Werken von Vivaldi, aufgenommen mit der Amsterdam Sinfonietta unter Candida Thompson, gefolgt von dem Album Silent Dreams, welches ein großer Erfolg ist. Ihre Diskografie beinhaltet zudem sieben CDs für das österreichische Label Capriccio, u. a. mit den Cellokonzerten von Kabalewski, Haydn, Brahms, Rachmaninov, französischen Kompositionen und Miklós Rózsa. In 2024 erscheint ihre neueste Aufnahme, die Cellokonzerte von Elgar und Dvořák mit dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich unter Martin Sieghart.

Harriet Krijgh ist Preisträgerin zahlreicher erster Preise bei Internationalen Wettbewerben.

In der Saison 2015/2016 war sie „Rising Star“ der European Concert Hall Organisation (ECHO). 2017 und 2018 übernahm sie von Janine Jansen die künstlerische Leitung des Internationalen Kammermusikfestivals in Utrecht. Ihr alljährlich im Sommer stattfindendes Festival „harriet&friends“ auf Burg Feistritz (Niederösterreich) feiert 2024 bereits sein dreizehnjähriges Bestehen.

Seit 2023 hat Harriet Krijgh eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover im Team Teaching Programm “Maestri Master Cello”, gegründet von Prof. Oliver Wille. Sie spielt auf einem von Domenico Montagnana im Jahre 1723 in Venedig gebauten Cello mit einer Stradivarius-Schnecke. Das seltene Instrument wird ihr von der Angelika ProkoppStiftung zur Verfügung gestellt.

Harriet Krijgh © Nancy Horowitz

Die amerikanische Pianistin Claire Huangci erlangte internationale Bekanntheit durch den Gewinn des ersten Preises sowie des Mozartpreises beim Concours Géza Anda 2018 und Auszeichnungen bei anderen bedeutenden Wettbewerben, darunter Chopin-Wettbewerbe in Europa und den USA, dem ARD-Musikwettbewerb und dem Grand Prix der Orchestre Chambre de Paris Play-Direct Academy.

Ihr Spiel überzeugt durch souveräne und aufgeweckte Interpretationen, atemberaubende Virtuosität, sowie durch eine intelligente und durchdachte Klanggestaltung. Von einem unbändigen Entdeckergeist beseelt, beweist sie ihre Wandlungsfähigkeit mit einem ungewöhnlich breiten Repertoire von Bach und Scarlatti über die deutsche und russische Romantik bis hin zu Bernstein, Barber und Florence Price.

Seit der Saison 24/25 arbeitet Claire Huangci zusammen mit Alpha Classics. Einer hochgelobten Aufnahme mit dem Mozarteumorchester Salzburg und Klavierkonzerten von Mozart, folgte die Veröffentlichung ihres Soloalbums Made in USA mit Werken der amerikanischen Komponisten Gershwin, Beach, Barber und Wild. Für 2026 ist ein weiteres Rezitalalbum mit einem Fokus auf deutsche und amerikanische Komponistinnen geplant.

Als Auftakt einer Reihe internationaler Orchesterengagements wird Claire Huangci in 25/26 neben Debüts bei den Symphonieorchestern in Baltimore, Bratislava, beim Thailand Philharmonic Orchestra, der Rheinischen Philharmonie, der Santa Rosa Symphony und der North Carolina Symphony zu Gast sein. Sie wird eine umfangreiche Debüt-Rezitaltournee in Südamerika spielen, die nach Auftritten in Lima, Kolumbien und Brasilien im Teatro Colón in Buenos Aires ihren Abschluss findet. Ein Highlight bildete außerdem der Auftritt beim Abschlusskonzert des Carinthischen Sommers mit Gershwins Klavierkonzert in F zusammen mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Marin Alsop.

Claire Huangci ist inzwischen vermehrt mit diversem Repertoire vom Klavier aus leitend zu erleben, so auch vergangene Saison mit dem Recreation Orchester der Styriate Graz und den Klavierkonzerten von Clara und Robert Schumann.

In Solorezitalen und als Partnerin internationaler Orchester konzertierte Claire Huangci bereits in bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, der Suntory Hall Tokio, der Philharmonie de Paris, der Alten Oper Frankfurt, dem Konzerthaus Dortmund, dem Prinzregententheater München, der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie Berlin, dem Wiener Konzerthaus und dem Festspielhaus Salzburg. Sie ist gern gesehener Gast bei renommierten Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Rheingau Musik Festival oder dem Klavierfestival Ruhr.

Zu ihren geschätzten musikalischen Partnern zählen und zählten das Tonhalle-Orchester Zürich, das Iceland Symphony Orchestra, die Pacific Symphony, das Musikkollegium Winterthur, das Münchener und Basler Kammerorchester sowie die Dirigenten Carl St. Clair, Elim Chan, Michael Francis, Howard Griffiths, Pietari Inkinen, Jun Märkl, Cornelius Meister, Sir Roger Norrington, Eva Ollikainen, Alexander Shelley, Mario Venzago, Markus Stern, David Danzmayr und Thomas Guggeis.

Geboren in Rochester, New York, zeigte Claire früh eine Vorliebe für das Klavier und wurde 1999 mit neun Jahren in das Weiße Haus eingeladen. Sie studierte bei Gary Graffman und Eleanor Sokoloff am Curtis Institute of Music, bevor sie für weiterführende Studien zu Arie Vardi nach Hannover wechselte. Claire ist stolze Botschafterin des Henle Verlagshauses und künstlerische Leiterin der Erbacher Kammerkonzerte.

Claire Huangci © Mateusz Zahora

Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Ernst Max von Grunelius-Stiftung
Weiterer Förderer: Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung

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