Frankfurter Naturkunden: Aale
- Mittwoch, 9. September 2026 – 19.30 Uhr
Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main
Das Evangelium der Aale (Coverausschnitt) © Hanser Verlag
Eintritt frei, freie Platzwahl (Plätze auf der Empore sind mit eingeschränkter Sicht), Anmeldungen sind über den ganz oben stehenden Link möglich.
Darüber hinaus werden wir über die Mediathek unserer Website am Veranstaltungstag kostenfrei einen Livestream der Veranstaltung anbieten.
Konzeption: Claudia Schülke
Zur Veranstaltung
In den Siebzigern galt er als Arme-Leute-Essen. Seit 2008 aber steht der Europäische Aal als „vom Aussterben bedroht“ auf der Roten Liste. Sein Bestand ist seit den achtziger Jahren um mehr als 90 Prozent eingebrochen. Kraftwerke, die sie regelrecht zerhäckseln, Parasiten und Schwermetallvergiftungen machen diesen Wanderfischen noch mehr zu schaffen als die Fischerei. Noch immer werden 7000 Tonnen Aal pro Jahr in der Europäischen Union verzehrt. Der Internationale Rat für Meeresforschung rät der EU seit vier Jahren zu einem totalen Fangstopp. Prof. Reinhold Hanel, Leiter des Thünen-Instituts für Fischereiökologie, ist Mitglied der Aaalarbeitsgruppe beim Internationalen Rat. Er wird an diesem Abend über das Elend des Aals berichten. Über das Faszinosum Aal hat Patrik Svensson einen Bestseller verfasst. Unter dem Titel „Das Evangelium der Aale“ erzählt der Autor, der einer schwedischen Aalfänger-Familie entstammt, von einem Fisch, der sich zwischen Sargassosee und unseren heimischen Flüssen viermal verwandelt: vom Weidenblatt- über den Glasaal- und Gelbaal bis zum Blankaal.
Die Mitwirkenden
In den Siebzigern galt er als Arme-Leute-Essen. Seit 2008 aber steht der Europäische Aal als „vom Aussterben bedroht“ auf der Roten Liste. Sein Bestand ist seit den achtziger Jahren um mehr als 90 Prozent eingebrochen. Kraftwerke, die sie regelrecht zerhäckseln, Parasiten und Schwermetallvergiftungen machen diesen Wanderfischen noch mehr zu schaffen als die Fischerei. Noch immer werden 7000 Tonnen Aal pro Jahr in der Europäischen Union verzehrt. Der Internationale Rat für Meeresforschung rät der EU seit vier Jahren zu einem totalen Fangstopp. Prof. Reinhold Hanel, Leiter des Thünen-Instituts für Fischereiökologie, ist Mitglied der Aaalarbeitsgruppe beim Internationalen Rat. Er wird an diesem Abend über das Elend des Aals berichten. Über das Faszinosum Aal hat Patrik Svensson einen Bestseller verfasst. Unter dem Titel „Das Evangelium der Aale“ erzählt der Autor, der einer schwedischen Aalfänger-Familie entstammt, von einem Fisch, der sich zwischen Sargassosee und unseren heimischen Flüssen viermal verwandelt: vom Weidenblatt- über den Glasaal- und Gelbaal bis zum Blankaal. Schauspieler Christoph Pütthoff vom Frankfurter Schauspiel wird aus diesem Buch lesen.
Prof. Dr. Reinhold Hanel hat an der Universität Innsbruck studiert und 2001 den Doktortitel in Naturwissenschaften erworben. Schon 1997 hatte er auch die Meisterprüfung als Binnenfischer und Teichwirt abgelegt. Nach einer Juniorprofessur für Fischereibiologie am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel wurde er 2009 zum Leiter des Thünen-Instituts für Fischereiökologie in Bremerhaven berufen. Er hat 50 Forschungsartikel zum Europäischen Aal publiziert und nahm an sechs Expeditionen in die Sargassosee teil, wo sich die Aale fortpflanzen. Hanel lehrt unter anderem an den Universitäten Bremen und Kiel.
Jakob Gail wurde 1978 in Frankfurt am Main geboren und studierte Schauspiel am Mozarteum in Salzburg. Er gastierte am Landestheater in Neuss, war Ensemblemitglied am Theater Die Färbe, in Singen am Bodensee und arbeitet seit 2008 mit Schülerinnen und Schülern an der Schule IGS Kastellstrasse in Wiesbaden, die 2025 zum zweiten mal beim Leonardo den 1. Preis in der Kategorie Theater gewonnen hat. Seit 2010 ist er als festes Ensemblemitglied am Theater Willy Praml in Frankfurt.
Jakob Gail © Theater Stolperstein
Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Adolf Christ Stiftung, Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung


