Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen
- Montag, 16. November 2026 – 19.30 Uhr
Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main
Max Frisch und Peter Suhrkamp © Suhrkamp Verlag
Eintritt € 16,- (Parkett, Reihe 1-5) / € 11,- (Parkett, Reihe 6 und Fensterbänke) / € 6,- (Empore, eingeschränkte Sicht)
Darüber hinaus werden wir über die Mediathek unserer Website am Veranstaltungstag einen Livestream der Veranstaltung anbieten.
Es lesen Wolfram Koch und Stephan Wolf-Schönburg
Auswahl, Einführung und Moderation: Ruthard Stäblein
Mitwirkung: Dr. Tobias Amslinger (Herausgeber, Leiter des Max Frisch-Archivs), Dr. Jan Bürger (Deutsches Literaturarchiv Marbach) und Dr. Barbara Wiedemann (Herausgeberin, Universität Tübingen)
Aktueller Hinweis
Die Frankfurter Bürgerstiftung ist eine geförderte Stiftung. Alle Tätigkeiten und das Kulturprogramm der Frankfurter Bürgerstiftung werden durch private Spenden finanziert.
Für die Reihe „Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen“ steht ab 2027 leider keine Projektförderung zur Verfügung. Deshalb muss sie vorerst pausieren. Wir bemühen uns, neue Förderer zu gewinnen, damit wir diese besondere Veranstaltungsreihe ab 2028 fortführen können.
Zur Veranstaltung
Die reichhaltige Korrespondenz zwischen Max Frisch und seinem Verleger Peter Suhrkamp liest sich wie der Erziehungsroman eines Jungautors – von den bescheidenen Anfängen zwischen den Ruinen Frankfurts und Berlins bis zu den Welterfolgen mit den Romanen Stiller und Homo faber. Die Originale der Briefe werden im Marbacher Siegfried Unseld Archiv und im Zürcher Max Frisch-Archiv verwahrt. Tobias Amslinger und Barbara Wiedemann haben sie in jahrelanger Arbeit ediert und kommentiert. Jetzt erscheinen sie als Buch. – Eigens für die Reihe Salon kontrovers: Briefe schreiben und lesen richtet der Dramaturg Ruthard Stäblein eine Auswahl und Lesefassung ein.
Eine Kooperation der Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen und des Deutschen Literaturarchivs
Die Mitwirkenden
Stephan Wolf-Schönburg ist als Diplomatensohn in Bonn, Washington D.C. und Kairo aufgewachsen. Nach Abschluss seiner Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien arbeitete er u.a. an Taboris Theater sowie am Volkstheater; Anfang der 1990er-Jahre ging er nach Berlin. Seine Theaterarbeit führte ihn an die dortige Schaubühne sowie zu den Salzburger Festspielen, ans Zürcher Schauspielhaus, Staatstheater Braunschweig, Maxim Gorki Theater und an die Neuköllner Oper, wobei er mit Tatjana Rese, Luca Ronconi, Andrzej Wajda, Jürgen Zielinski, Karin Koller und Andreas Gergen arbeitete. Bei Film und Fernsehen traf er auf Regisseurinnen und Regisseuere wie Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, Armin Mueller-Stahl, H-C Blumenberg, Vivian Naefe, Paul Greengrass oder Bille Eltringham. Der Künstler ist selbst als Regisseur und Autor tätig (u.a. Theater der jungen Welt in Leipzig, Landestheater Detmold). Als Sprecher hörte man ihn u.a. im rbb (Ohrenbär), in Arte und in 3sat. Stephan Wolf-Schönburg war Gastdozent an der Universität Leipzig und unterrichtete Schauspielstudenten des Freedom Theatre in Jenin/Palästina. 2011 hat er eine Ausbildung zum Friedens- und Konfliktberater an der Akademie für Konflikttransformation des Forums Ziviler Friedensdienst abgeschlossen. Seit 2001 übt er auch ehrenamtliche oder projektbezogene Tätigkeiten für medico international aus.
Stephan Wolf-Schönburg © Maike Ammann
Wolfram Koch studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Er gastierte in verschiedenen Rollen an der Volksbühne, am Deutschen Theater und am Schillertheater in Berlin sowie am Schauspiel Frankfurt und trat 1995 für fünf Jahre ein Festengagement in Bochum an. Seither war er als freischaffender Künstler u.a. in Zürich, Wien, Hamburg, Berlin und Luxemburg zu Gast. Als Hörbuchsprecher sowie in Film und Fernsehen wurde er einer breiten Öffentlichkeit bekannt, u.a. als Hauptkommissar Brix im Frankfurter „Tatort“. Wolfram Koch wurde 2011 mit Dimiter Gotscheff, Samuel Finzi und Almut Zilcher mit dem Berliner Theaterpreis und 2015 mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring ausgezeichnet und für seine Rolle als König Richard III am Schauspiel Frankfurt 2018 für den Faust-Theaterpreis nominiert. In Frankfurt war er des Weiteren in „Der Theatermacher“, „Öl!“ und „Der Raub der Sabinerinnen“ zu erleben.
Wolfram Koch © Malte Jäger
Ruthard Stäblein, geboren in Mellrichstadt. Studium der Romanistik, Germanistik, Komparatistik und Philosophie in Berlin, Tübingen, Toulouse und an der Sorbonne in Paris. Danach als Assistent, Lektor und Dozent in Paris und Nancy: Mitglied in der Forschungsgruppe „Culture de Weimar“ an der Pariser „Maison des Sciences de l'Homme“. Publikationen zur Wiener Moderne und zur „Dekadenz“ in verschiedenen Sammelbänden. Herausgeber von „Identitätskrise und Surrogatidentitäten. Zur Wiederkehr einer romantischen Konstellation“ (Campus-Verlag) sowie einer Reihe über Moral seit 1992 in fünf Bänden, erschienen bei Fischer und Insel. Seit 1988 Mitarbeiter des Hessischen Rundfunks, Redakteur für Literatur. Dramaturgische Einrichtung von Hörbüchern wie „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil; „Atemschaukel“ von Herta Müller; Briefwechsel zwischen Siegfried Unseld und Thomas Bernhard; „Schopenhauer in 100 Minuten“; „Autobiographische Schriften“ von Thomas Bernhard; „Freiheit“ von Jonathan Franzen; „Der Traum des Kelten“ von Mario Vargas Llosa; „Die sterblich Verliebten“ von Javier Marias, „Nietzsche in 100 Minuten“ u.v.a.
Ruthard Stäblein © Ruthard Stäblein
Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Dr. Marschner Stiftung
Weitere Förderer: Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung


