4 to the bar © Lorenz Gempper

Frankfurter Bürgersalon: „Trocken- und Freigelegt“

Zur Fassadensanierung und Baugeschichte des 300jährigen Holzhausenschlösschens. Vortrag und Gespräch mit Dr. Ulrike Schubert, Heike Isensee und Martin Sauder
  • Mittwoch, 25. November 2026 – 19.30 Uhr

Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main

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Eingerüstetes Holzhausenschlösschen während der Fassadensanierung 2026 © Frankfurter Bürgerstiftung

Eintritt frei, freie Platzwahl (Plätze auf der Empore sind mit eingeschränkter Sicht), Anmeldungen sind über den ganz oben stehenden Link möglich.

Darüber hinaus werden wir über die Mediathek unserer Website am Veranstaltungstag kostenfrei einen Livestream der Veranstaltung anbieten.

Mitwirkende:
Dr. Ulrike Schubert, Autorin, Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin, tätig in Frankfurt am Main
Heike Isensee, Dipl.-Ing. Innenarchitektin, Projektleitung Hochbau (Amt für Bau und Immobilien Stadt Frankfurt)
Martin Sauder, Bauleiter; Dipl.- Geologe. Inhaber der ibs GmbH und ö.b.u.v. Sachverständiger für Schäden an mineralischen Baustoffen und Naturstein

Zur Veranstaltung


Seit dem Frühjahr 2026 ist das barocke Holzhausenschlösschen hinter einem Gerüst mit Plane verschwunden, das Wasser des Teiches wurde abgelassen und der Putz abgenommen. Was sind die Hintergründe für die aktuelle Maßnahme? Welche Gewerke arbeiten auf dem Gerüst? Was unterscheidet das Bauen im Bestand von einem Neubau? Anlässlich seines 300jährigen Geburtstages wird an dem Bauwerk, errichtet 1726-29 nach den Plänen des Baumeister Louis Rémy de la Fosse im Auftrag der Familie von Holzhausen, eine denkmalgerechte Restaurierung der gesamten Außenfassade durchgeführt. Die Projektleitung und Finanzierung liegen bei der Stadt Frankfurt am Main, vertreten durch das Amt für Bau und Immobilien.

Auch eine historische Bauforschung und eine restauratorische Voruntersuchung dieses Baus mit großer historischer Bedeutung sind beauftragt, denn bisher wurde lediglich gemutmaßt, dass die von Holzhausens das Schlösschen auf älteren Fundamenten und unter der Verwendung überkommener Bausubstanz errichteten. Konnten Hinweise dazu dokumentiert und neue Ergebnisse zur Baugeschichte gewonnen werden? Lassen sich auch Veränderungen nachweisen, die bei späteren Sanierungen erfolgten? Diese und weitere Fragen sollen im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Ulrike Schubert stehen.

Biografie


Dr. Ulrike Schubert wurde in Bad Nauheim geboren. Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Ev. Theologie in Ffm. Aufbaustudium Denkmalpflege und Bauforschung in Bamberg. Promotion (Dr. phil.) an der Uni Marburg mit der Dissertation „Alter Pfarrthurm, neu geboren - Zur Wiederherstellung und zum Ausbau des Frankfurter Domturms unter Franz Joseph Denzinger“ (2015). Betreut seit 2001 als freiberufliche Kunsthistorikerin und Bauforscherin für unterschiedliche Auftraggeber die Restaurierungsmaßnahmen an vielen Kulturdenkmale (Ffter Dom, Römer, Dreikönigskirche, Höchster Stadtmauer, Hängendes Gewölbe Leonhardskirche), publiziert und kuratiert Bücher, Aufsätze und Ausstellungen zur Baugeschichte. Seit 2005 macht sie regelmäßig Führungen, vor allem zu Ffter Kirchen (ca. 40 unterschiedliche) und gehört derzeit dem städtischen Denkmalbeirat an.
Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. zu baugeschichtlichen Untersuchungen und Ffter Kirchen: Kolloquium zur Neugotik (Co-Moderation, Goch 2002), „Ein fast vergessener mittelalterlicher Wehrturm“- Ffm-Höchst (HLfD 2009), St. Josefskirche (Ffm – Höchst, Rbg 2009), Wartburgkirche (Ffm 2012), „Einst gelobt und fast vergessen. Moderne Kirchen in Ffm. 1948-1973“ (Co-Autorin, Ffm 2012), „Kirchenbauten im Kontext des Neuen Bauens in Ffm“ (Kirchenbau Institut, MR 2014), Katalog zur Ausstellung „Für Wasser_Wein_Brot“ – Ffter Altargerät (Mitherausgeberin, Ffm 2014), „Madern Gerthener und der Pfarrturm von St. Bartholomäus“ (Ffm 2015), Andreaskirche (Ffm 2019), „Die Paulskirche in Frankfurt am Main – vierzig Jahre Wiederaufbau 1948-88“ (mit A. Seib, HLfD 2022).

Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Adolf Christ Stiftung, Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung

Cronstett- und Hynspergische evangelische StiftungFreundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung