650 Frankfurter Schülerinnen und Schüler erleben „Empfänger unbekannt“ in der Paulskirche
Frankfurt am Main, Holzhausenschlösschen, 13.10.2026 – Seit vielen Jahren gehört „Empfänger unbekannt“ zu den eindrucksvollsten Aufführungen im Programm der Frankfurter Bürgerstiftung. Zahlreiche Vorstellungen im Holzhausenschlösschen und an Schulen haben gezeigt, wie stark das Kammerspiel über die NS-Zeit Menschen aller Altersgruppen bewegt.
Am 10.11. (10 Uhr) wird es nun eine Aufführung vor 650 Schülerinnen und Schülern aus 14 Frankfurter Schulen in der Paulskirche geben – an einem Ort also, der wie kaum ein anderer in Deutschland für Demokratie und politische Verantwortung steht. Die Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft des Frankfurter Oberbürgermeisters Mike Josef sowie dank einer Förderung der Adolph Christ Stiftung statt und ist bereits seit Wochen ausgebucht.
Seit mehr als 25 Jahren erinnert die Frankfurter Bürgerstiftung rund um den 9. November mit ihrer „Woche gegen das Vergessen“ an die Verfolgung jüdischer Menschen im Nationalsozialismus. Konzerte, Lesungen und Schauspiel schaffen emotionale Zugänge zu historischen Ereignissen und laden dazu ein, über Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftliche Pflichten nachzudenken.
„Empfänger unbekannt“ hat nichts an Aktualität verloren und regt dazu an, sich mit den Folgen von Ausgrenzung, Gleichgültigkeit und politischer Radikalisierung auseinanderzusetzen. Der 1938 veröffentlichte Briefroman der US-Autorin Kathrine Kressmann Taylor erzählt vom Zerbrechen einer Freundschaft zwischen einem jüdischen und einem deutschen Kunsthändler während des Aufstiegs des Nationalsozialismus. In der gezeigten halbszenischen Einrichtung von Hannelore Bähr übernehmen Michael Raphael Klein und Manuel Klein die beiden Rollen.
Die Aufführung in der Paulskirche ist dem ehemaligen Frankfurter Stadtkämmerer Senator e. h. Dr. h. c. Ernst Gerhardt gewidmet, der im September seinen 105. Geburtstag feiern konnte. Als Zeitzeuge und langjähriges Mitglied des Kuratoriums der Frankfurter Bürgerstiftung steht er in besonderer Weise für die Verbindung von historischer Erinnerung und bürgerschaftlicher Verantwortung.
Dass ein Projekt wie die Woche gegen das Vergessen seit vielen Jahren ein Fixpunkt im Frankfurter Kulturleben sein kann, ist nicht selbstverständlich. Die Frankfurter Bürgerstiftung engagiert sich seit fast 40 Jahren für das kulturelle und soziale Leben in der Stadt und organisiert mit einem kleinen hauptamtlichen Team und vielen Ehrenamtlichen jedes Jahr mehr als 300 Veranstaltungen. Zudem leitet und betreut sie wissenschaftliche Forschungs- und Publikationsprojekte. Finanziert wird ihre Arbeit ausschließlich durch private Spenden.
Das vollständige Programm im Holzhausenschlösschen gibt es unter www.frankfurter-buergerstiftung.de.
Veranstaltungsort:
Paulskirche Frankfurt, Paulsplatz 11, 60311 Frankfurt am Main
Veranstalter: Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen
Alle Tätigkeiten und das Kulturprogramm der Frankfurter Bürgerstiftung werden von engagierten Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ermöglicht. Der Einsatz unserer geförderten Stiftung ist vielseitig und erfüllt von dem Wunsch, etwas für Frankfurt und seine Bürger zu bewegen. Das Motto lautet: Anpacken, was möglich ist und hilft! Mit über 300 Veranstaltungen pro Jahr und zahlreichen Projekten leistet sie einen bedeutenden Beitrag zum kulturellen und sozialen Leben der Stadt Frankfurt am Main. Die Stiftung gründet und verwaltet auch Treuhandstiftungen; Zustiftungen sind ebenfalls jederzeit möglich.
Spendenkonto Frankfurter Bürgerstiftung:
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Meldung veröffentlicht am 14.10.2026
