Flashlines 2020 © Pascal Kulcsar

Frankfurter Naturkunden: Brennnesseln

Lesung und Gespräch mit Prof. Dr. Ludwig Fischer und Dr. Hilke Steinecke
  • Mittwoch, 20. Juli 2022 – 19.30 Uhr

Prof. Dr. Ludwig Fischer: Brennnesseln (Ausschnitt des Covers) © Matthes & Seitz Berlin

Eintritt frei, freie Platzwahl (Plätze auf der Empore sind mit eingeschränkter Sicht), Karten können über den ganz unten stehenden Link bestellt werden.

Darüber hinaus werden wir über die Mediathek unserer Website am Veranstaltungstag einen kostenfreien Livestream der Veranstaltung anbieten. Zum Livestream gelangen Sie hier.

Konzeption: Claudia Schülke

Ein schlechter Ruf geht ihr voraus: Die Brennnessel gilt als unverwüstliches Unkraut, und Gärtner rotten sie gnadenlos aus. Dabei hat die Kulturfolgerin, die den Stickstoff so liebt, eine große Geschichte hinter sich. Nesselhemden aus nahezu unzerreißbarem Stoff waren früher en vogue und das nicht nur in Hans Christian Andersens Märchen von den „Wilden Schwänen“. Gesund ist die Nessel auch, denn Brennnesseltee wirkt entzündungshemmend auf die ableitenden Harnorgane und blutbildend bei leichter Anämie. Vor allem aber sind Nesseln die Kinderstube von Edelfaltern wie Tagpfauenauge, Landkärtchen, Kleiner Fuchs und Admiral. Wer Nesseln ausreißt, tötet die Schmetterlinge. Mit der Kulturgeschichte und den vielfältigen Tugenden der Brennnessel macht uns der Hamburger Literaturwissenschaftler Ludwig Fischer in seinem gleichnamigen Buch vertraut. Hilke Steinecke, Kustodin und Kräuterexpertin des Palmengartens, öffnet den Horizont von der Brennnessel zur Welt der verleumdeten Wildkräuter, mit einem Seitenblick auf „Hexenkräuter“.

Prof. Dr. Ludwig Fischer © privat

Ludwig Fischer, geboren 1939 in Leipzig, hat zunächst Biologie studiert, dann Germanistik und Evangelische Theologie in Tübingen, Basel und Zürich. Von 1978 bis 2004 lehrte er Neuere deutsche Literatur an der Universität Hamburg. Darüber hinaus beschäftigte er sich mit der Wahrnehmungs- und Mediengeschichte des kulturellen Konstrukts „Natur“. Er ist Schriftsteller, Gärtner und Kräuterexperte.

Hilke Steinecke, geboren 1962 in Saarbrücken und aufgewachsen in Dortmund, lernte die ersten Pflanzennamen von ihrer Mutter, einer Biologin. In Bochum hat sie Biologie studiert und kam 1995 als promovierte Botanikerin zum Palmengarten. Aus Kornelkirschen macht sie Marmelade, Tollkirschen hat sie in ihrer Ausstellung über „Magische Pflanzen“ vorgestellt. Erst unlängst hat sie die Flora der albanischen Alpen erkundet.

Aktuelle Informationen zu den Teilnahmebedingungen und unserem Hygienekonzept finden Sie hier.

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Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung

Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung