Wo die Toten sprechen
- Freitag, 9. Oktober 2026 – 19.30 Uhr
Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main
Jaroslav Rudiš © Vojtěch Veškrna / Piper Verlag
Veranstaltung der Frankfurter Bürgerstiftung zum Gastland der Frankfurter Buchmesse 2026 Tschechien sowie zum Schwerpunkt „Partnerstädte der Stadt Frankfurt am Main“.
Eintritt: € 16,- (Parkett, Reihe 1-5) / € 11,- (Parkett, Reihe 6 und Fensterbänke) / € 6,- (Empore, eingeschränkte Sicht)
Darüber hinaus werden wir über die Mediathek unserer Website am Veranstaltungstag einen Livestream der Veranstaltung anbieten.
Jaroslav Rudiš liest aus seinem neuen Roman „Wo die Toten sprechen“ und ist im Gespräch mit Dr. Tilman Spreckelsen zu erleben.
Zur Veranstaltung
Während der Frankfurter Buchmesse trifft sich jedes Jahr die Welt der Literatur in Frankfurt. Künftig wird in dieser Woche ein neues Format der Frankfurter Bürgerstiftung hinzukommen: Ein jährlich wiederkehrender Abend, der das jeweilige Gastland der Buchmesse in den Mittelpunkt stellt und zugleich die internationalen Beziehungen der Stadt Frankfurt sichtbar macht.
2026 beginnt mit einer besonders glücklichen Konstellation, denn Prag, die Hauptstadt des diesjährigen Gastlandes der Buchmesse Tschechien, ist seit 1990 eine der Partnerstädte Frankfurts. Mit dem tschechischen Schriftsteller, Dramatiker und Drehbuchautor Jaroslav Rudiš konnte zudem einer der derzeit prominentesten Autoren für die Lesung gewonnen werden. Nach der Lesung aus seinem neuen Roman „Wo die Toten sprechen“ (Luchterhand Verlag) ist der Künstler im Gespräch mit dem Redakteur, Autor und Herausgeber Dr. Tilman Spreckelsen zu erleben.
Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Empfang statt. Er soll Raum für Austausch und Begegnung bieten und dazu beitragen, gesellschaftliche und kulturelle Schnittmengen zwischen den Partnerstädten und ihren Ländern zu vertiefen – ganz im Geist der Buchmesse und der internationalen Offenheit Frankfurts.
Mitwirkende
Jaroslav Rudiš, geboren 1972 in der Tschechoslowakei, lebt heute in Lomnice nad Popelkou und Berlin und ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Musiker. Er studierte Deutsch und Geschichte in Liberec, Zürich und Berlin und arbeitete u.a. als Lehrer und Journalist. Bei Luchterhand erschienen u.a. seine Romane „Grand Hotel“, „Vom Ende des Punks in Helsinki“, „Nationalstraße“, „Winterbergs letzte Reise“ und bei btb „Der Himmel unter Berlin“. Zudem publizierte er die Graphic Novels „Alois Nebel“ (mit Jaromír 99) und „Nachtgestalten“ (mit Nicolas Mahler) sowie zuletzt die von Jaromír 99 illustrierte Erzählung „Weihnachten in Prag“. 2012/13 hatte Rudiš die Siegfried-Unseld-Gastprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. 2014 wurde er mit dem Usedomer Literaturpreis ausgezeichnet und 2018 erhielt er den Preis der Literaturhäuser. 2019 wurde er für seinen Roman „Winterbergs letzte Reise“ – der erste Band, den er auf Deutsch verfasst hat – auf der Leipziger Buchmesse in der Kategorie „Belletristik“ nominiert. 2020 erhielt er dafür den Chamisso-Preis. Zuletzt wurde ihm 2024 der renommierte Mörike-Preis verliehen. Rudiš Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und verfilmt. Zudem ehrte man ihn mit der tschechischen Verdienstmedaille und als „einer der engagiertesten Brückenbauer zwischen Deutschland und Tschechien“ mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. 2025 wurde er in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen.
Dr. Tilman Spreckelsen, Jahrgang 1967, ist Literaturredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er schrieb eine fünfbändige Krimiserie, in der der Dichter Theodor Storm als Ermittler auftritt, eine Biographie Otfried Preußlers und eine weitere über die Brüder Grimm sowie drei Bände mit Nacherzählungen europäischer Sagen. Für seine Bücher und Artikel wurde er unter anderem mit dem Theodor-Storm-Preis der Stadt Husum, dem Volkacher Taler und dem georgischen Saba-Preis ausgezeichnet.
Dr. Tilman Spreckelsen © Stefan Gelberg
Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung

