Veranstaltungssaal © Walter Dorn

Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen

„Es lebt sich schwer, sehr, auf dem Messer“. Briefwechsel zwischen Wolfgang Koeppen und Siegfried Unseld
  • Montag, 27. September 2021 – 19.30 Uhr

Wolfgang Koeppen, München 1987 © Hanne Kulessa

Eintritt€ 14,- (Parkett) / € 10,- (Empore, eingeschränkte Sicht)

Tickets erhalten Sie hier.

Darüber hinaus werden wir über die Mediathek unserer Website am Veranstaltungstag einen kostenfreien Livestream der Veranstaltung anbieten. Zum Livestream gelangen Sie hier.

Gelesen von Thomas Hupfer und Christian Wirmer
Konzeption: Hanne Kulessa

Wolfgang Koeppen (1906-1996) war berühmt und hochgepriesen für seine Romane, aber er war auch berühmt für seine angekündigten, nicht geschriebenen Romane. Seinen ersten Roman veröffentlichte er 1934. Als sein Verlag, Goverts, sich 1959 auflöste, ergriff der Frankfurter Suhrkamp Verlag bzw. dessen Verleger Siegfried Unseld die Chance, den bewunderten und verehrten Autor in sein Haus zu holen. Mit diesen Annäherungsversuchen beginnt der Briefwechsel. Und dieser Briefwechsel zeigt einen mit unendlicher Geduld ausgestatteten Verleger, der sich immer wieder vertrösten lässt, der immer wieder bereit ist, dem Schriftsteller Koeppen diese und jene finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen, ohne daß abzusehen ist, wann Koeppen die versprochenen Manuskripte abliefert.

Es vergehen 16 Jahre bis Koeppen ein Manuskript vorlegt, zwar nicht den versprochenen großen Roman, dafür aber die Erzählung „Jugend“, die 1976 in der Bibliothek Suhrkamp erscheint.

Wie brillant beide taktieren, wie wunderbar sie schreiben, um ihre Ziele zu erreichen: diese äußerst berührenden, manchmal sehr komischen Briefe sind einzigartig.

Für sein Werk, das heute im Suhrkamp Verlag in einer Werkausgabe vorliegt, wurde Wolfgang Koeppen vielfach ausgezeichnet. U.v.a. mit dem wichtigsten deutschen Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis, 1962. Auch war Koeppen der erste „Stadtschreiber“ von Bergen-Enkheim 1974/75.

Thomas Hupfer, Schauspieler und Regisseur, absolvierte seine Schauspielausbildung am Schauspielhaus Salzburg. Er arbeitet heute mit Theatern in Fest- und Gastengagements zusammen und entwickelt mit freien Gruppen selbst Theater- und Lese-Projekte; er hat in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen gespielt und er ist Rundfunksprecher, zu hören in zahlreichen Hörspielen und Features.

Christian Wirmer studierte Schauspiel an der Folkwang-Hochschule in Bochum. Nach zahlreichen Festengagements und Gastverträgen an renommierten Theatern ist er seit 2004 auch mit eigenen Stücken unterwegs, gerne an ungewöhnlichen Spielorten.

Vor Ort gelten folgende Regeln:

Testpflicht bzw. Impf- oder Genesenennachweis
Die Teilnahme an einer Veranstaltung ist für alle Besucherinnen und Besucher möglich, die nachweislich vor mindestens 14 Tagen am Tag der Veranstaltung ihre zweite Impfung erhalten haben, einen tagesaktuellen Coronatest oder einen Nachweis über eine Covid-19-Genesung vorzeigen können. Zwecks Identifikation und für den Corona-Test/Impfnachweis bitte in jedem Fall ein Ausweisdokument beim Einlass bereithalten.

Maske tragen
Aufgrund aktueller Verordnungen ist das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes im Haus verpflichtend (bis zur Einnahme eines Sitzplatzes).

Hände desinfizieren
Bitte nutzen Sie unsere aufgestellten Desinfektionsspender, halten Sie die Niesetikette und regelmäßiges Händewaschen ein.

Abstand halten
Bitte achten Sie auf einen ausreichenden Abstand zu anderen Personen. Nutzen Sie die Aufzüge im Haus bitte nur bei eingeschränkter Mobilität; es kann maximal 1 Person (ggf. plus Betreuung) je Fahrt den Aufzug nutzen.

Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Dr. Marschner Stiftung