Das Holzhausenschlösschen im Holzhausenpark © Christopher Martin

Musikstadt Frankfurt: Von Joachim Raff bis Bernhard Sekles

Dr. Hoch’s Konservatorium in den ersten 50 Jahren seines Bestehens. Vortrag von Dr. Ulrike Kienzle
  • Montag, 10. Oktober 2022 – 19.30 Uhr

Bernhard Sekles © Dr. Hoch's Konservatorium

Eintritt frei, freie Platzwahl (Plätze auf der Empore sind mit eingeschränkter Sicht), Karten können über den ganz unten stehenden Link bestellt werden.

Darüber hinaus werden wir über die Mediathek unserer Website am Veranstaltungstag einen kostenfreien Livestream des Vortrags anbieten. Zum Livestream gelangen Sie hier.

2022 feiert die Frankfurter Musikwelt gleich zwei bedeutende Jubiläen: Joachim Raff wurde vor 200, Bernhard Sekles vor 150 Jahren geboren. Beide waren nicht nur als Komponisten von internationalem Rang bekannt und berühmt, sondern sie prägten auch auf intensive Weise das Frankfurter Musikleben. Als Joachim Raff 1877 zum ersten Direktor von Dr. Hoch’s Konservatorium berufen wurde, zählte er zu den meistgespielten Komponisten seiner Zeit. Er verpflichtete so bedeutende Dozenten wie Julius Stockhausen und Clara Schumann an das Konservatorium und begründete dessen internationalen Ruf. Bernhard Sekles wiederum führte ein halbes Jahrhundert später die musikalische Ausbildungsstätte durch die schwierige und experimentierfreudige Zeit der Weimarer Republik. Zu seinen Schülern zählen Rudolf Hindemith, Rudi Stephan und Theodor W. Adorno. Seiner jüdischen Herkunft wegen wurde Bernhard Sekles 1933 von den Nationalsozialisten seines Amtes enthoben. Der Vortrag beleuchtet anhand von Bildern, Texten und Klangbeispielen das wechselvolle Schicksal von Dr. Hoch’s Konservatorium und seiner Direktoren und beleuchtet zugleich die musikalischen Veränderungen vom Ende des Kaiserreichs bis zum Durchbruch der Atonalität. Mit dem Vortrag wird zugleich die zweiten Ausstellung des Projekts Musikstadt Frankfurt im Holzhausenschlösschen eröffnet.

PD Dr. Ulrike Kienzle © PD Dr. Ulrike Kienzle

Dr. Ulrike Kienzle ist Privatdozentin für Musikwissenschaft und arbeitet als freie Autorin und Forscherin, als Kuratorin und Dozentin. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen über Richard Wagner, Franz Schreker, Robert und Clara Schumann, Giuseppe Sinopoli sowie über das Musikleben von der Goethezeit bis zur Gegenwart vorgelegt. Sie ist Ko-Kuratorin für Musik im Deutschen Romantik-Museum und Dramaturgin der Brentano-Akademie Aschaffenburg. Seit 2021 realisiert sie in der Alten Oper Frankfurt die Reihe „Kienzles Klassik: Musikseminare für Wissbegierige“. Im Auftrag der Frankfurter Bürgerstiftung hat sie die beiden Ausstellungen Drei Generationen Mozart in Frankfurt (2005) und Robert und Clara Schumann in Frankfurt (2010) kuratiert, 2013 eine Studie über die Frankfurter Mozart-Stiftung vorgelegt und 2014 ein von ihr wiederentdecktes Streichquartett von Max Bruch herausgegeben. 2019 kuratierte sie die vielbeachtete Ausstellung „Clara Schumann: Eine moderne Frau im Frankfurt des 19. Jahrhunderts“ im Institut für Stadtgeschichte. Seit 2021 erforscht sie im Auftrag der Frankfurter Bürgerstiftung die Musikstadt Frankfurt. Flankiert wird das umfangreiche Projekt von Online-Essays, Vorträgen, Konzerten und Teilausstellungen. Zum Abschluss wird sie 2026 eine zweibändige Buchpublikation vorlegen.

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Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Adolf Christ Stiftung, Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Freundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung

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