Sommerkonzert Holzhausenschlösschen
Sommerjazzkonzert

Musikstadt Frankfurt

Facetten aus 1000 Jahren Frankfurter Musikleben

Die Oed, Holzhausenpark

Dass Frankfurt nicht nur als Stätte der Kaiserkrönungen, der internationalen Handelsbeziehungen und der Finanzen von herausragender Bedeutung ist, sondern mit gleichem Recht eine Stadt der Kunst und Kultur genannt werden kann, dringt allmählich immer mehr ins Bewusstsein ihrer Bürger. Mit den Diskussionen um die Neugestaltung der Städtischen Bühnen rückt auch die reichhaltige musikalische Vergangenheit Frankfurts endlich vermehrt ins Blickfeld. Doch was wissen wir schon darüber? Die Musikstadt Frankfurt ist bis heute noch kaum erforscht.

Das ambitionierte, groß angelegte Projekt der Frankfurter Bürgerstiftung kommt deshalb gerade zur rechten Zeit: Wenn über eine neue „Kulturmeile“ an den Wallanlagen mit einem Neubau der Oper nachgedacht wird, sollten wir auch wissen, auf welche reichhaltige Geschichte Frankfurter Bürger mit Stolz zurückblicken, wie die quicklebendige aktuelle Musikszene gestaltet ist und welche Perspektiven für die Zukunft sich bieten.

Die Frankfurter Bürgerstiftung hat mit Dr. Ulrike Kienzle, die „derzeit sicher als die größte Kennerin der Frankfurter Musikgeschichte gelten“ kann (FAZ) eine Musikwissenschaftlerin von bedeutendem Format für dieses Vorhaben gewinnen können. Sie hat bereits mehrere wichtige Projekte für die Frankfurter Bürgerstiftung höchst erfolgreich realisiert, darunter zwei Ausstellungen, zwei Bücher und die Faksimile-Ausgabe des von ihr wiederentdeckten Jugend-Streichquartetts von Max Bruch.

Das Großprojekt nimmt zunehmend Gestalt an und so war Ulrike Kienzle bereits auf verschiedenen Kanälen zum Thema Musikstadt Frankfurt zu hören. So etwa in der Sendung Musikland Hessen (hr2-kultur) oder in der hr2-Sendung Doppelkopf. Hören Sie gerne nach, was Ulrike Kienzle über das Projekt der Frankfurter Bürgerstiftung zu berichten hat.

Bereits ab Juni 2021 wird Dr. Ulrike Kienzle auf der Homepage der Frankfurter Bürgerstiftung in regelmäßigen Abständen interessante Aspekte der Musikstadt Frankfurt in Online-Essays mit Klangbeispielen und Interviews mit Zeitzeugen der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart vorstellen. Auf diese Weise sollen die musikinteressierten Frankfurter Bürger von Anbeginn in das Projekt einbezogen werden und Einblick in die reichen Facetten des Frankfurter Musiklebens in Geschichte und Gegenwart erhalten.

Ein bedeutender Meilenstein des neuen Projekts wird die Ausstellung Musikstadt Frankfurt sein, in deren Rahmen im Holzhausenschlösschen wertvolle Exponate vom Mittelalter bis zur Gegenwart gezeigt werden, unter Einbeziehung interaktiver medialer Vermittlungsformen und flankiert von einem spannenden Rahmenprogramm aus Konzerten, Führungen, Vorträgen und Veranstaltungen für Kinder.

Höhepunkt und Abschluss des mehrjährigen Vorhabens ist die Vollendung einer zweibändigen, wissenschaftlich fundierten, lebendig geschriebenen und reich bebilderten Buchpublikation zur Musikstadt Frankfurt in der von Clemens Greve herausgegebenen Reihe „Mäzene, Stifter, Stadtkultur“, die für das Jahr 2026 vorgesehen ist. Ein solche umfassende Darstellung ist seit langem ein nicht nur von Fachleuten schmerzlich vermisstes Desiderat. Das Werk wird für die nächsten Jahrzehnte Gültigkeit besitzen und der Frankfurter Bürgerstiftung für die nahe und ferne Zukunft die Aufmerksamkeit der kulturinteressierten Menschen in der Stadt am Main sichern.

Förderer:

Adolf Christ Stiftung

Cronstett- und Hynspergische evangelische StiftungFreundes- und Förderkreis der Frankfurter Bürgerstiftung