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News vom 15. Januar

Newsletter vom 15. Januar 2026

Lesung und Gespräch mit Eva Schestag


Im Wintersemester 2025/26 hat Eva Schestag die Monika-Schoeller-Dozentur für literarisches Übersetzen inne. Am 21.1. (19:30 Uhr) wird die renommierte Übersetzerin und Sinologin im Rahmen einer Lesung mit Gespräch unter dem Titel roh und zart. Chinesische Literatur im Spiel der Macht im Holzhausenschlösschen zu erleben sein. Die Frankfurter Bürgerstiftung freut sich, schon zum zweiten Mal eine Veranstaltung der Monika-Schoeller-Dozentur zu Gast zu haben.

Lesen und Schreiben war im alten China einer kleinen Elite vorbehalten, die Literatur schon sehr früh als Amt und Akademie dem Machtbereich des Kaisers unterstellte. Im 20. Jahrhundert, nach dem Fall des chinesischen Kaiserreichs, machten die politischen Umbrüche auch vor der Literatur nicht Halt: Sie sollte demokratisiert und in den Dienst der Politik gestellt werden. In Lesung und Gespräch wird die Frage nach der Verbindung zwischen Gewalt und Poesie erkundet und zugleich ein Panorama der chinesischen Literatur eröffnet.

Initiiert und getragen wird die Monika-Schoeller-Dozentur für literarisches Übersetzen von der S. Fischer Stiftung und dem Freien Deutschen Hochstift in Zusammenarbeit mit dem Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik sowie mit dem Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich.

Junge Musiker gestalten mit Thomas Siffling das Neujahrskonzert im Ella & Louis Jazz Club


Der Ella & Louis-Kurator und Trompeter Thomas Siffling wird im Holzhausenschlösschen das neue Jahr gemeinsam mit drei jungen Talenten der Frankfurter Jazz-Szene begrüßen. Zu Ehren der Jazz-Ikone Miles Davis, der am 26. Mai 2026 einhundert Jahre alt geworden wäre, präsentieren die vier Künstler natürlich auch die bekanntesten Hits seiner Karriere wie „So What“, „Blue in Green“ oder „All Blues“. Mit von der Partie sind die Bassistin Alisa Pou Montz, der Pianist Laurens Tauber und der Schlagzeuger Jan Iser, die alle an Dr. Hoch's Konservatorium in Frankfurt studieren oder studiert haben.

Das Thema „next generation“ prägt dieses Neujahrskonzert der Frankfurter Bürgerstiftung am 22.1. (19:30 Uhr) auch in anderer Hinsicht. Die Neujahrsansprache hält nämlich diesmal ein Schüler der Oberstufe des Heinrich von Gagern-Gymnasiums, der stellvertretend für junge Menschen spricht, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, ihre Zukunft, ihre weitere Ausbildung und ihr Berufsleben planen wollen. Was sie bewegt, worüber sie sich Sorgen machen und was sie sich von Politik und Gesellschaft wünschen, wird Thema der Rede sein.

Wenige Restkarten sind über ADticket erhältlich. Wir bieten zudem kostenlos einen Livestream des Konzertes über unsere Website an.

Frankfurter Naturkunden: Haustiere


„Haustiere“ sind Tiere, die unter einem Dach mit uns wohnen: vom Hund bis zum Silberfischchen, vom Meerschweinchen bis zu den Bettwanzen. So jedenfalls in dem Buch des renommierten Biologen Josef H. Reichholf. Noch in den 1960er-Jahren haben Allgäuer Bauern auch mit ihren Kühen unter einem Dach gewohnt: Der Mensch unter der einen, das Vieh unter der anderen Dachschräge.

Von allen Haustieren ist zuerst der Hund aus dem Wolf domestiziert worden: in der Alt-Steinzeit. In der Jung-Steinzeit und Bronzezeit folgten Schaf, Ziege, Rind, Schwein, Pferd. Mittlerweile hat man Hund, Katze und Kleintiere in „Heimtiere“ umbenannt. Als „Haustiere“ gelten heute vor allem die sogenannten Nutztiere. Wie aber wurden die Wildtiere zu Haustieren?

In der Auftakt-Veranstaltung unserer erfolgreichen Reihe Frankfurter Naturkunden am 28.1. (19:30 Uhr) liest der Schauspieler Matthias Redlhammer aus Reichholfs Buch über die Domestikation. Aber wie fühlen sich unsere domestizierten Gefährten, die wir zur Schlachtbank führen, um sie zu verspeisen? Darüber klärt uns der Biologe und Tierarzt Kai Frölich mit einer Präsentation auf.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich.

Voraushören: Konzert mit dem Varua Duo


Voraushören, die von der Frankfurter Bürgerstiftung und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt initiierte Kammermusikreihe, geht bereits in ihr viertes Jahr. Erneut stehen vier Konzerte mit herausragenden jungen Ensembles auf dem Programm, die in einem hochschulinternen Wettbewerb mit musikalischer Exzellenz und innovativen Programmkonzepten überzeugen konnten.

Dem Thema „Transformationen: Erinnerung, Form und Nachklang – Drei Jahrhunderte musikalischer Wandlungen zwischen Frankreich und Deutschland“ widmet sich im ersten Konzert am 29.1. (19:30 Uhr) das Varua Duo. In ihrem facettenreiche Programm entwickeln Nicolás Castro Granados (Saxophon) und Catalina Jara Muñoz (Klavier) eine Dramaturgie, die auf der Verwandlung musikalischer Sprachen basiert – als Spiegel einer ästhetischen, spirituellen und klanglichen Entwicklung französischer und deutscher Musik mit Werken u.a. von Debussy, Franck, Strauss und Decruck.

Kartensind über ADticket erhältlich.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!


Alle Tätigkeiten und das Kulturprogramm der Frankfurter Bürgerstiftung werden durch Spenden finanziert und von engagierten Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ermöglicht. Der Einsatz unserer geförderten Stiftung ist vielseitig und erfüllt von dem Wunsch, etwas für Frankfurt und seine Menschen zu bewegen. Das Motto lautet: Anpacken, was möglich ist und hilft! Mit rund 300 Veranstaltungen pro Jahr und zahlreichen Projekten leistet sie einen bedeutenden Beitrag zum kulturellen und sozialen Leben der Stadt Frankfurt am Main. Die Stiftung gründet und verwaltet auch Treuhandstiftungen; Zustiftungen sind ebenfalls jederzeit möglich.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr Clemens Greve und das gesamte Bürgerstiftungsteam

Meldung veröffentlicht am 15.1.2026