News vom 15. Oktober
News vom 15. Oktober 2026
Schwein gehabt! – Ein Tier zwischen Kult und Kultur
Schweine sind uns vertraut – und zugleich wissen wir erstaunlich wenig über sie. Am 21.10. (19:30 Uhr) widmen sich unsere Frankfurter Naturkunden im Holzhausenschlösschen einem Tier, das den Menschen seit Jahrtausenden begleitet und bis heute ein widersprüchliches Verhältnis zu ihm hat.
Der Kulturhistoriker Prof. Dr. Thomas Macho stellt sein Buch Schweine aus der Naturkunden-Reihe unseres Kooperationspartners Matthes & Seitz Berlin vor. Darin erkundet er die besondere Beziehung zwischen Mensch und Schwein – von antiken Mythen und religiösen Speiseverboten bis zu den kulturellen Vorstellungen, die unseren Umgang mit dem Tier prägen.
Im Anschluss informiert Prof. Dr. Gerald Reiner, Leiter der Klinik für Schweine an der Justus-Liebig-Universität Gießen, über die Haltungsbedingungen dieses intelligenten Nutztieres. Konzipiert wurde der Abend von Claudia Schülke.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich.
Jazz-Standards? Von wegen Standard!
Zwei außergewöhnliche Musiker, die seit mehr als drei Jahrzehnten gemeinsam musizieren, sind am 22.10. (19:30 Uhr) im Holzhausenschlösschen zu erleben: Der estnische Pianist Kristjan Randalu und der polnische Schlagzeuger Bodek Janke gastieren im Rahmen unseres Ella & Louis Jazz Clubs (Leitung: Thomas Siffling).
Die beiden Musiker verbindet eine lange künstlerische Geschichte. Auf zehn gemeinsamen Alben haben sie Jazz und Improvisation mit unterschiedlichen folkloristischen Traditionen verbunden. Mit ihrem aktuellen Projekt „Double Standard“ nehmen sie sich berühmte Jazz-Standards vor und eröffnen überraschende neue Perspektiven auf vertraute Melodien.
Ob Miles Davis' „So What“, Herbie Hancocks „Cantaloupe Island“ oder Paul Desmonds „Take Five“: Randalu und Janke verwandeln bekannte Kompositionen mit ungewöhnlichen Taktarten, verspielten Rhythmen und großer Virtuosität in ein ebenso anspruchsvolles wie mitreißendes musikalisches Erlebnis.
Karten sind über ADticket erhältlich.
'Kommen Sie in die Weißfrauenkirche' – Alltagswunder in St. Leonhard
Nach rund 15 Jahren ist die aufwendig restaurierte Nordvorhalle von St. Leonhard (Am Leonhardstor 25, Frankfurt am Main) wieder vollständig zugänglich. Zu ihren besonderen Schätzen zählt das Salvatorchörlein, auch Holzhausenkapelle genannt, mit seinem spätgotischen Hängenden Gewölbe. Künftig soll der Raum neben seiner kirchlichen Nutzung auch für Konzerte, Lesungen und andere Kulturveranstaltungen geöffnet werden.
Am 25.10. (17:00 Uhr) ist dort auch die Frankfurter Bürgerstiftung im Rahmen einer Veranstaltung der Katholischen Kirchengemeinde Dom St. Bartholomäus und des Dommuseums Frankfurt zu Gast. Unter dem Titel 'Kommen Sie in die Weißfrauenkirche' – Alltagswunder in St. Leonhard verwebt unser Geschäftsführer Clemens Greve in seinem Vortrag persönliche Eindrücke und Erfahrungen aus vielen Jahren zu einer Hommage an die kleine Kirche am Main. Michael Preuß vom Eliot Quartett setzt musikalische Akzente am Cello; die Begrüßung übernimmt Bettina Schmitt vom Dommuseum Frankfurt.
Eine besondere Verbindung führt dabei von St. Leonhard ins Holzhausenschlösschen: Die Frankfurter Patrizierfamilie von Holzhausen stiftete zu Beginn des 16. Jahrhunderts das Salvatorchörlein; ihr Rosenwappen ist dort bis heute vielfach zu entdecken. Später ließ die Familie ihren Sommersitz im heutigen Holzhausenpark errichten – das Holzhausenschlösschen, seit 1989 Sitz der Frankfurter Bürgerstiftung.
Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung erforderlich.
Ein Klavierabend voller Freiheitsdrang
Was bedeutet Freiheit in der Musik? Dieser Frage widmet sich der international gefeierte Pianist Filippo Gorini am 29.10. (19:30 Uhr) zum Abschluss unserer Reihe freiheitsKlang – Grunelius-Konzerte im Holzhausenschlösschen.
Unter dem Titel The Mind will have its Freedom spannt Gorini bei seinem Frankfurt-Debüt einen musikalischen Bogen von György Kurtág über Franz Schubert bis zu Ludwig van Beethoven. Im Mittelpunkt stehen Werke, in denen Komponisten die Grenzen überlieferter Formen hinter sich lassen und neue musikalische Ausdruckswelten erschließen.
Der in diesem Jahr 100 Jahre alt gewordene Kurtág eröffnet mit Auszügen aus seinen „Játékok“ („Spiele“) den Abend. Es folgen Schuberts vier Impromptus D 899, bevor mit Beethovens monumentaler „Hammerklavier-Sonate“ eines der anspruchsvollsten und visionärsten Werke der Klavierliteratur erklingt.
Filippo Gorini gehört zu den herausragenden Pianisten seiner Generation. Er konzertiert in bedeutenden Sälen wie der Mailänder Scala, dem Concertgebouw Amsterdam und der Carnegie Hall in New York. Mit seinem Projekt „Sonata for 7 cities“ verbindet er internationale Konzerttätigkeit mit musikalischer Vermittlung und gesellschaftlichem Engagement.
Karten sind über ADticket erhältlich.
Wir sind eine geförderte Stiftung
Alle Tätigkeiten und das Kulturprogramm der Frankfurter Bürgerstiftung werden durch Spenden finanziert und von engagierten Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ermöglicht. Der Einsatz unserer geförderten Stiftung ist vielseitig und erfüllt von dem Wunsch, etwas für Frankfurt und seine Menschen zu bewegen. Das Motto lautet: Anpacken, was möglich ist und hilft! Mit rund 300 Veranstaltungen pro Jahr und zahlreichen Projekten leistet sie einen bedeutenden Beitrag zum kulturellen und sozialen Leben der Stadt Frankfurt am Main. Die Stiftung gründet und verwaltet auch Treuhandstiftungen; Zustiftungen sind ebenfalls jederzeit möglich.
Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Teilnahme an unseren Veranstaltungen. Besuchen Sie uns auch auf Facebook, Instagram und YouTube.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Clemens Greve und das Team der Frankfurter Bürgerstiftung
Meldung veröffentlicht am 15.10.2026
