Holzhausenschlösschen

News vom 9. April

News vom 9. April 2026

Diskussion im Frankfurter Bürgersalon über die Probleme im Bahnhofsviertel


Eine unserer Aufgaben als Frankfurter Bürgerstiftung ist es, ein Forum für aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik und Kultur zu sein, in dem Experten und engagierte Öffentlichkeit in Kontakt treten können. Unter dem Titel Wege aus der Krise im Frankfurter Bahnhofsviertel laden wir hierfür am 13.4. (19:30 Uhr) nun in den Frankfurter Bürgersalon im Holzhausenschlösschen ein.

Gewalttaten, Drogenkonsum und die Auswirkungen psychischer Erkrankungen im öffentlichen Raum stellen Frankfurt vor Herausforderungen. Ziel muss ein, Verantwortliche und Experten über Strategien für das stark belastete Bahnhofsviertel und die Stadt im Allgemeinen ins Gespräch zu bringen. Nach der Diskussion sind Fragen aus dem Publikum ausdrücklich erwünscht und Teil des Dialogs.

Ihre Teilnahme zugesagt haben Prof. Dr. Andreas Reif (Leiter der Klinik für Psychiatrie am Universitätsklinikum Frankfurt), Dr. med. Mathias Luderer (Leiter der Suchtmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt), Stefan Müller (Polizeipräsident der Stadt Frankfurt), Dr. Christiane Schlang (Leiterin der Abteilung Psychische Gesundheit im Frankfurter Gesundheitsamt) und Elke Voitl (Dezernentin für Soziales und Gesundheit der Stadt Frankfurt). Moderiert wird der Abend von Katharina Iskandar von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die Veranstaltung ist ausgebucht, aktuell kann man sich nur noch für die Warteliste anmelden. Über einenLivestreamauf unserer Website kann der Abend aber auch von zu Hause oder unterwegs verfolgt werden.

Forum Demokratie: Wie wird der Staat wieder handlungsfähig?


Unser Staat ist in vielen Bereichen dysfunktional geworden: überfordert, überreguliert und bürokratisiert. All dies gefährdet die politische Stabilität und verstärkt die Vertrauenskrise. Ohne Innovation, Wachstum und funktionierende Infrastruktur können wir zudem keinen Wohlstand aufbauen. Es müssen grundlegende Reformen dafür auf den Weg gebracht werden, wieder einen handlungsfähigen Staat aufzubauen und das Vertrauen in ihn zurückzugewinnen.

Im Rahmen unseres Forum Demokratie im Frankfurter Bürgersalon diskutiert die Leiterin der Reihe, Freiheitsforscherin Prof. Dr. Ulrike Ackermann, am 15.4. (19:30 Uhr) mit dem Präsidenten des Bundesrechnungshofes Kay Scheller über die Frage Wie wird unser Staats wieder handlungsfähig? mit Blick auf die Leistungsfähigkeit staatlicher Institutionen, das Zusammenspiel von Politik und Verwaltung sowie die strukturellen Ursachen von Entscheidungsproblemen.

Restkartensind über ADticket erhältlich.

Wiederhören mit dem Luca Sestak Trio


Bereits ihr erster Auftritt im Holzhausenschlösschen 2024 hat für Begeisterungsstürme gesorgt. Am 16.4. (19:30 Uhr) kommt das Luca Sestak Trio nun zum zweiten Mal in unseren Ella & Louis Jazz Club und wird sicherlich erneut mit musikalischer Virtuosität und nonchalantem Auftreten glänzen!

Luca Sestak ist ein Phänomen: Im Alter von 11 Jahren veröffentlichte er erste Videos seines Klavierspiels im Internet, und bereits mit Mitte 20 hat ihn seine Musik in die ganze Welt geführt. Luca und sein Trio verstehen es, ihr Publikum in ihren Bann zu ziehen: Mit jugendlicher Spielfreude und viel Charme bewegen sie sich locker zwischen Jazz, Klassik, Pop, Blues & Funk und verbinden die Genres – immer mit einer Prise Humor, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen.

Das Konzert ist ausverkauft.

Sonderveranstaltung: Tages-Busfahrt nach Bollschweil auf den Spuren von Marie Luise Kaschnitz


Der 125. Geburtstag von Marie Luise Kaschnitz stellt 2026 einen Schwerpunkt in unserem Programm dar, mit mehreren Veranstaltungen, einer kleinen Ausstellung im Foyer des Holzhausenschlösschens und dieser literarischen Exkursion nach Bollschweil im Breisgau – an einen Ort also, der für Biografie, Werkzusammenhang und Erinnerungslandschaft der Autorin von besonderer Bedeutung ist.

Am Sonntag, den 19.4., begeben wir uns auf literarische Spurensuche. Auf dem Programm steht u.a. eine Führung durch Schloss Bollschweil, das seit 1918 Lebensort von Marie Luise Kaschnitz (geb. Freiin von Holzing) war, durch den Schlossherrn und Kaschnitz-Neffen Adrian Freiherr von Holzing. Außerdem sind ein Dorfrundgang, ein Besuch der Ausstellung im Kaschnitz-Zimmer des Rathauses sowie eine Lesung im Alten Schulhaus geplant. Bei einem gemeinsamen Mittagessen (Selbstzahlerbasis) besteht die Möglichkeit für Gespräche. Kaffee und Kuchen am Nachmittag steuert der Arbeitskreis Marie Luise Kaschnitz bei.

Treffpunkt ist am Morgen um 6:30 Uhr im Holzhausenschlösschen (Justinianstraße 5, 60322 Frankfurt); die Ankunft in Frankfurt am Abend ist zwischen 20 und 21 Uhr geplant.

Kartensind über ADticket erhältlich. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfehlen wir, sich rechtzeitig einen Platz zu sichern.

„Das Leise im Lauten“: Premiere der Lesung von Jo van Nelsen im Rahmen von „Frankfurt liest ein Buch“


Nur zwei Tage später, am 21.4. (19:30 Uhr), folgt ein weiterer Programm-Höhepunkt zum 125. Geburtstag von Marie Luise Kaschnitz, wenn Jo van Nelsen seine neue Lesung über die Autorin und Protagonistin von „Frankfurt liest ein Buch“ 2026 als Premiere im Holzhausenschlösschen präsentiert: Das Leise im Lauten

Nicht nur gesellschaftlich, sondern auch städtebaulich zeichneten sich Ende der 60er Jahre in Frankfurt große Veränderungen ab: Das Alte sollte dem Neuen radikal weichen, Gründerzeitbauten durch Hochhäuser gewinnbringend ersetzt werden. Das Zentrum der Neubebauung lag im Westend, in dem Marie Luise Kaschnitz seit 1941 lebte. Ihre Tagebuchaufzeichnungen 1966-67 sind feinsinnige Überlegungen und Erinnerungen, die die Autorin als weitsichtige Warnerin, aber auch als neugierigen Menschen zeigen. Jo van Nelsen präsentiert eine Auswahl der im lauten Umfeld entstandenen leisen Texte mit begleitenden Toncollagen.

Wenige Restkarten sind über ADticket erhältlich.

Frankfurter Naturkunden: Hühner


War zuerst das Huhn oder das Ei? Das Ei natürlich, schreibt Nicole Gronemeyer in ihrem Buch über Hühner in der „Naturkunden“-Reihe des Matthes & Seitz Verlags. Aber aus dem ersten Ei schlüpfte kein Huhn, sondern dessen Vorfahre. Erst nach diversen Mutationen schlüpfte das erste Küken des indischen Bankivahuhns, von dem unsere Haushühner abstammen. Schon Aristoteles hatte das pulsierende Herz des Kükens im Ei entdeckt: den sprichwörtlich „springenden Punkt“.

Heute verbrauchen wir allein eine Milliarde Hühnereier als „Pharma-Eier“ für die Grippeimpfung. Die Tiere scharren nicht mehr im Sand der Bauernhöfe, sie leiden als „Tierautomaten“ in „Käfigbatterien“. Etwa 30 Milliarden Hühner gibt es weltweit. Im Rahmen der Frankfurter Naturkunden am 22.4. (19:30 Uhr) wird uns nach der Lesung von Nicole Gronemeyer über das Zusammenleben von Mensch und Huhn Prof. Michael Lierz, Fachtierarzt für Geflügel und Ziervögel, mit einer Präsentation über die Intensivhaltung in der Geflügelzucht informieren.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich.

Konzert zum Ohrenspitzen – Voraushören mit Track3


Das bevorstehende Konzert in der Voraushören-Reihe der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt lädt einmal mehr dazu ein, die Ohren zu spitzen und vertraute Hör-Gefilde für einen Abend zu verlassen.

Am 23.4. (19:30 Uhr) präsentiert das Ensemble Track3 ein facettenreiches Programm, das die Mitwirkenden als Reise durch die musikalischen Dialoge der Komponisten verstanden wissen möchten. Neben Werken von György Kurtág, Hanurij Lee, Robert Schumann und Marco Stroppa wird es auch eine Uraufführung von Robin Völbel geben. Dessen Stück „Requalifizieren“ erkundet die Low-Fidelity des menschlichen Miteinanders – feine Nuancen, die in technischer Präzision leicht verloren gehen. Elektronische HiFi-Klänge treffen auf Low Fidelity und machen das fragile, menschliche Verstehen hörbar.

Kartensind über ADticket erhältlich.

Ihre Spende hilft uns!


Alle Tätigkeiten und das Kulturprogramm der Frankfurter Bürgerstiftung werden durch Spenden finanziert und von engagierten Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ermöglicht. Der Einsatz unserer geförderten Stiftung ist vielseitig und erfüllt von dem Wunsch, etwas für Frankfurt und seine Menschen zu bewegen. Das Motto lautet: Anpacken, was möglich ist und hilft! Mit rund 300 Veranstaltungen pro Jahr und zahlreichen Projekten leistet sie einen bedeutenden Beitrag zum kulturellen und sozialen Leben der Stadt Frankfurt am Main. Die Stiftung gründet und verwaltet auch Treuhandstiftungen; Zustiftungen sind ebenfalls jederzeit möglich.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Teilnahme an unseren Veranstaltungen. Besuchen Sie uns auch auf Facebook, Instagram und YouTube.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Clemens Greve und das gesamte Bürgerstiftungsteam

Meldung veröffentlicht am 9.4.2026