Das Holzhausenschlösschen im Holzhausenpark © Christopher Martin

News vom 12. März

News vom 12. März 2026

Neu im Programm: freiheitsKlang – Grunelius-Konzerte


Zwischen Mai und Oktober nähern sich zwei Kammerkonzerte, ein Liederabend und ein Klavierabend im Holzhausenschlösschen der vielseitigen Gegenwart von Freiheitsgedanken in der Klassischen Musik. Schlaglichtartig sollen einige dieser Gedanken herausgestellt werden, deren Hörbarkeit einerseits nicht bloße Behauptung bleibt, andererseits aber auch nicht überinterpretiert werden darf. Denn anders als in Literatur, Schauspiel, Film oder bildender Kunst ist die Freiheit in der Musik oft nicht direkt greifbar.

Die Konzertreihe freiheitsKlang – Grunelius-Konzerte knüpft an einen roten Faden an, der sich durch das Programm der Frankfurter Bürgerstiftung zieht: die Beschäftigung mit freiheitlich demokratischen Werten in verschiedensten kulturellen, sozialen und wissenschaftlichen Kontexten – etwa im Forum Demokratie oder der Woche gegen das Vergessen. „freiheitsKlang“ erweitert diesen Diskurs um die Perspektive der Musik – als universelle Sprache, die Freiheit vielleicht nicht intellektuell oder historisch erklären, aber spürbar machen kann.

Alle vier Konzerte sind ab sofort im Vorverkauf über ADticket. Mit unseren Wahlabos sparen Sie beim Kauf von Tickets für mehrere Konzerte bis zu 50% des Kartenpreises.

Mittwoch, 13. Mai 2026, 19:30 Uhr
Kammerkonzert
Tobias Feldmann (Violine)
Alexander Krichel (Klavier)
N. Matteis d.J., C. Schumann, L. v. Beethoven, F. Liszt, A. Dietrich/R. Schumann/J. Brahms
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Mittwoch, 3. Juni 2026, 19:30 Uhr
Kammerkonzert
Franziska Hölscher (Violine)
Harriet Krijgh (Violoncello)
Claire Huangci (Klavier)
L. Boulanger, A. Beach, W. Sylwestrow, F. Mendelssohn-Bartholdy
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Donnerstag, 10. September 2026, 19:30 Uhr
Liederabend
Sophie Rennert (Mezzosopran)
Julius Drake (Klavier)
R. Schumann, H. Wolf, F. Schubert, G. Mahler
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Donnerstag, 29. Oktober 2026, 19:30 Uhr
Klavierabend
Filippo Gorini
G. Kurtág, F. Schubert, L. v. Beethoven
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Ella & Louis-Jazzkonzerte im Mai und Juni


Unsere Konzerte im Ella & Louis Jazz Club im Mai und Juni sind nun ebenfalls im Vorverkauf über ADticket. Wir freuen uns über die tollen Bands und prominenten Künstlerpersönlichkeiten, die Thomas Siffling als Kurator dieser wunderbaren Reihe zur Frankfurter Bürgerstiftung ins Holzhausenschlösschen eingeladen hat!

Donnerstag, 7. Mai 2026, 19.30 Uhr
Frank Dupree Trio
Frank Dupree (Klavier), Jakob Krupp (Bass), Obi Jenne (Drums)
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Donnerstag, 28. Mai 2026, 19.30 Uhr
Bob Degen Quartett
Bob Degen (Klavier), Thomas Bachmann (Saxophon), Ralf Cetto (Kontrabass), Uli Schiffelholz (Schlagzeug)
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Donnerstag, 11. Juni 2026, 19.30 Uhr
Marcia Bittencourt
Marcia Bittencourt (Gesang, Percussions), Michael Arlt (Gitarre, Gitarren-Synthesizer), Dudu Penz (Bass), Matthias Haffner (Pandeiro, Percussion Set)
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Montag, 22. Juni 2026, 19.30 Uhr
Thomas Siffling – Mediterranean Quartet
Thomas Siffling (Flügelhorn), Laurent Leroi (Akkordeon), Shana Moehrke (Kontrabass), Erwin Ditzner (Perkussion)
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Salon kontrovers zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann


„Wir sind halt ein berühmtes Paar gewesen, leider, ohne unser Zutun“, schrieb Max Frisch 1963 an Ingeborg Bachmann, als sich das Beziehungs-Aus in ihren illustren Kreisen nicht mehr verheimlichen ließ und sie im Gezerre um die Schuld Verbündete suchten. Ein Jahr zuvor hatte sich der damals 51-Jährige gegen die 36-jährige Bachmann und für die 23-jährige Romanistikstudentin Marianne Oellers entschieden. Zwar hatten Bachmann und Frisch eine Vereinbarung, die ihnen Affären erlaubte und von der beide Gebrauch machten. Aber die Endgültigkeit von Frischs Entscheidung trieb Bachmann in den psychischen und physischen Ruin.

Von Beginn an verwickelten sich Ingeborg Bachmann und Max Frisch in ausgefeilte Double Binds. Sie schrieben sich wahlweise berührende Liebesschwüre, brüske Zurückweisungen und flehentliche Bitten um eine zweite Chance. Ihre Trennung war nur eine Frage der Zeit. Als sie kam, dauerte sie fast so lange wie ihre Beziehung.

In unserem Salon kontrovers am 11.5. (19:30 Uhr) zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann (1926-1973) lesen Birgitta Assheuer und Felix von Manteuffel aus dem Briefwechsel mit Max Frisch. Einführung und Moderation übernimmt Ruthard Stäblein.

Kartensind über ADticket erhältlich.

Forum Demokratie im Frankfurter Bürgersalon mit dem Hessischen Innenminister Roman Poseck


Bei der dritten diesjährigen Veranstaltung in unserem Forum Demokratie am 27.5. (19:30 Uhr) geht es um das Thema Innere Sicherheit – eine Illusion? Angriffe auf die Polizei, die Zunahme von Clan-Kriminalität, Drogenkriminalität, Korruption und politische, antisemitische und rassistische Straftaten stellen die Sicherheitsbehörden vor enorme Herausforderungen. Cyber-Kriminalität und Angriffe auf unsere Infrastruktur von außen nehmen zu. Was kann der Staat zum Schutz der Bürger und des Gemeinwesens verbessern?

Im im Holzhausenschlösschen diskutiert darüber Prof. Dr. Ulrike Ackermann, Soziologin, Politikwissenschaftlerin und Direktorin des John Stuart Mill Instituts für Freiheitsforschung, mit dem Hessischen Minister des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz Prof. Dr. Roman Poseck. Auch die Studentinnen und Studenten des Jungen Forum Demokratie, unseres Kooperationsformates mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, werden wieder mit dabei sein. Das Publikum ist nach der Podiumsdiskussion eingeladen, Fragen zu stellen.

Kartensind über ADticket erhältlich.

Jo im Schloss: „Käsebier erobert den Kurfürstendamm“


In nur sechs Wochen schrieb Gabriele Tergit ihren ersten Roman, der sie 1931 schlagartig berühmt machte. Die Literaturkritik lobte ihn damals als „ultimativen Großstadtroman“. Käsebier erobert den Kurfürstendamm erzählt von Aufstieg und Fall des Volkssängers Käsebier, den ein Zeitungsreporter in einem billigen Varieté entdeckt. Um Eindruck in seiner Redaktion zu machen, puscht er ihn zum Megastar hoch. Spekulanten hängen sich an den schnellen Ruhm, die gelangweilten Damen der guten Gesellschaft pilgern in die Vorstellungen, Käsebier wird hemmungslos vermarktet. Parallelen zum Heute drängen sich immer wieder auf…

Gabriele Tergit, die erste deutsche Gerichtsreporterin, ist nicht nur eine unerbittlich genaue, sondern auch mitfühlende Beobachterin. Pointierte Dialoge machen neben der präzisen Schilderung der Milieus – vom Tanzmädchen bis zum Medienmogul – den Reiz ihres Romans aus. Zentral auch Tergits Kritik an der Werbemaschinerie und Popkultur, die über Leichen geht. Nach Tergits Sicht pervertierte Joseph Goebbels diese im Dritten Reich mit seiner Propaganda. Auch hier sind Parallelen zum heutigen Populismus zum Greifen nah und machen dieses Buch für unsere Zeit so wichtig!

Jo van Nelsen, selbst Sänger und Moderator in deutschen Varietés und versierter Kenner der 1920er-Jahre, wird die pfiffigsten Passagen aus diesem großen Zeitroman am 17.6. (19:30 Uhr) im Holzhausenschlösschen lesen und dazwischen von seinem roten Koffergrammophon Hits der 1920er und 1930er-Jahre spielen. Ein Spaß, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Kartensind über ADticket erhältlich.

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Alle Tätigkeiten und das Kulturprogramm der Frankfurter Bürgerstiftung werden durch Spenden finanziert und von engagierten Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ermöglicht. Der Einsatz unserer geförderten Stiftung ist vielseitig und erfüllt von dem Wunsch, etwas für Frankfurt und seine Menschen zu bewegen. Das Motto lautet: Anpacken, was möglich ist und hilft! Mit rund 300 Veranstaltungen pro Jahr und zahlreichen Projekten leistet sie einen bedeutenden Beitrag zum kulturellen und sozialen Leben der Stadt Frankfurt am Main. Die Stiftung gründet und verwaltet auch Treuhandstiftungen; Zustiftungen sind ebenfalls jederzeit möglich.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihr Clemens Greve und das gesamte Bürgerstiftungsteam

Meldung veröffentlicht am 12.3.2026